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EBIKON: Liftbauer Schindler knackt beim Umsatz 10-Milliarden-Franken-Grenze

Der Schindler-Konzern hat 2017 mit seinen Liften und Rolltreppen erstmals einen Umsatz von über 10 Milliarden Franken erzielt. Die Geschäfte mit Neuanlagen wie auch jene mit Unterhaltsarbeiten wuchsen profitabel.
Schindler-CEO Thomas Oetterli an der gestrigen Jahresbilanzmedienkonferenz in Zürich. (Bild: Ennio Leanza (16. Februar 2018))

Schindler-CEO Thomas Oetterli an der gestrigen Jahresbilanzmedienkonferenz in Zürich. (Bild: Ennio Leanza (16. Februar 2018))

Nach zwei rückläufigen Jahren vermeldete Schindler am Freitag eine Erholung im Neuanlagengeschäft. Der Auftragseingang stieg um 5,9 Prozent auf knapp 11 Milliarden Franken. In China, dem weltweit wichtigsten Lift- und Rolltreppenmarkt stabilisierte sich die Nachfrage, vor allem dank des Wohnbaus. Der Talboden sei erreicht, sagte Schindler-Chef Thomas Oetterli bei der Präsentation des Jahresergebnisses.

Der Umsatz legte um 5,1 Prozent auf 10,2 Milliarden Franken zu. Erstmals in seiner über 140-jährigen Geschichte setzte das im luzernischen Ebikon ansässige Unternehmen damit mehr als 10 Milliarden Franken um. In Lokalwährungen ging es bei den Einnahmen um 4,6 Prozent nach oben. Neben dem organischen Wachstum hätten lokale Zukäufe in etablierten Märkten zum Wachstum beigetragen, teilte Schindler mit.

Der Betriebsgewinn Ebit erhöhte sich um 4,8 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Franken. Die operative Marge lag unverändert bei 11,7 Prozent. Der Konzerngewinn stieg um 7,4 Prozent auf 884 Millionen Franken.

Der Lift- und Rolltreppenhersteller machte vor allem die geographische Ausgewogenheit seiner Geschäfte für die guten Entwicklungen verantwortlich. Die für den Konzern wichtige Bauindustrie sei global im Jahr 2017 sehr ungleich verlaufen. Die Gesamtnachfrage habe nach zwei rückläufigen Jahren aber wieder zugenommen.

In Europa laufen die Geschäfte

Am meisten zulegen konnte Schindler in Europa. Ein starkes Wachstum hatte der Konzern bei den Neuinstallationen vor allem in Deutschland. Nur in Grossbritannien hätte es wegen des Brexit Zeichen von leicht restriktiveren Investitionen gegeben, schreibt Schindler im Geschäftsbericht.

Bezogen auf den Umsatz, ist Europa mit einem Anteil von 40 Prozent die wichtigste Region. Bei den Neubestellungen ist dagegen die Region Asien/Pazifik/Afrika mit 42 Prozent der wichtigste Markt.

Schindler führte 2017 in China erste modulare Aufzugssysteme ein. Neben diesem neuen Produktportfolio setzt der Konzern auf die Digitalisierung. Mit der Einführung einer cloudgestützten Plattform sei ein wichtiger Meilenstein erreicht worden, heisst es in der Mitteilung.

Der Verwaltungsrat will die Dividendenpolitik ändern und die Ausschüttungsquote von 35 bis 45 Prozent auf 35 bis 64 Prozent erhöhen. An der Börse legten die Schindler-Papiere nicht zuletzt deswegen am Morgen zu.

Megatrends für Schindler

Für 2018 erwartet das Management aufgrund der günstigen Megatrends eine Umsatzzunahme zwischen 3 und 5 Prozent. Zu diesen für seine Geschäfte positiven Entwicklungen zählt Schindler die Verstädterung, die global wachsende Mittelklasse, die älter werdende Bevölkerung, der Trend zu Einpersonen-Haushalten sowie der Modernisierungsbedarf älterer Lift- und Rolltreppenanlagen.

Im laufenden Jahr gibt es bei Schindler personelle Änderungen. Der bisherige Finanzchef Erich Ammann soll den abtretenden Karl Hofstetter im Verwaltungsrat ersetzen. Zum neuen Finanzchef und Mitglied der Konzernleitung ist Urs Scheidegger ernannt worden. Er ist seit 2003 in verschiedenen Funktionen im Finanzbereich bei Schindler tätig, zuletzt als Controlling-Chef. (sda)

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