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EBIKON: Mall-Direktor: «Wir wollen die Erwartungen erfüllen»

Die Eröffnung der Mall of Switzerland wird Jan Wengeler lange in Erinnerung bleiben. Der Mall-Direktor ist rundum zufrieden mit dem ersten Tag. Eine Bestätigung seiner Arbeit, die schon vor langem begonnen hat – und doch erst jetzt richtig anfängt.
Kilian Küttel
«Die Eröffnung ist die Belohnung für unsere Mühen», sagt Mall-Direktor Jan Wengeler. (Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 8. November 2017))

«Die Eröffnung ist die Belohnung für unsere Mühen», sagt Mall-Direktor Jan Wengeler. (Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 8. November 2017))

Interview: Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Jan Wengeler ist ein guter Verkäufer, ein Entertainer, ein Showman: Am Mittwochmorgen steht er auf der Bühne vor der Mall of Switzerland in Ebikon. Vor sich ein rotes Band, in der Hand eine Schere. Den Hunderten Schaulustigen auf dem Platz vor der Bühne ruft er zu: «Kommt schon, wir starten den Countdown.» Dann zählt er: zehn, neun, acht. «Ich kann Euch nicht hören», schreit er dem Publikum zu, das sich noch zurückhält. Sieben, sechs, fünf. Die Stimmen werden lauter. Wengeler sind sie zu leise: «Los, kommt schon!» Jetzt ertönt der Countdown laut und deutlich aus Hunderten Mündern. Zusammen mit ihnen zählt der frischgebackene Mall-Direktor die letzten Sekunden herunter: «Drei, zwei, eins, null!» Die Schere erfüllt ihren Zweck, ein Knall erschallt: Feuerwerk, Rauch, Konfetti.

Wenige Stunden später steht Jan Wengeler im obersten Stock der Mall of Switzerland: blauer Anzug, blonde Haare, gepflegte Frisur, noch gepflegteres Lächeln. Um ihn herum herrscht reger Betrieb. Neugierig streifen die Leute durch das Einkaufszentrum, begutachten die Geschäfter und Angebote. Wengeler sieht zu. Und lächelt.

Jan Wengeler, heute morgen haben Sie die Mall eröffnet. Auf einer Skala von 0 bis 10 – wie zufrieden sind Sie?

Elf, mindestens. Die Atmosphäre ist sehr, sehr angenehm, die Leute sind entspannt. Und vor allem: Bis jetzt ist bis auf einen kurzen Fehlalarm ohne Folgen und zwei, drei Kleinigkeiten alles reibungslos abgelaufen.

Tatsächlich?

Mir ist jedenfalls nichts Bedeutendes zu Ohren gekommen. Und auch falls etwas nicht ganz geglückt sein sollte, haben es die Kunden nicht gemerkt. Das ist das Wichtigste (lacht).

Heute ist auch für Sie ein spezieller Tag: Als neuer Direktor stehen Sie im Rampenlicht, alle wollen etwas von Ihnen. Anstrengend?

Nein, im Gegenteil. Es ist sehr, sehr schön. Anstrengend war die ganze Vorbereitung. Letzte Woche habe ich nie länger als vier Stunden pro Nacht geschlafen. Die Eröffnung von heute ist die Belohnung für unsere Mühen. Als ich am Morgen auf dieser Bühne stand und das Band durchschneiden konnte, war das ein unglaubliches Gefühl.

Bis es so weit war, dauerte es Jahre. Es wurde viel Arbeit und Energie in das Projekt gesteckt. Jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen, und die Mall muss sich bei den Kunden bewähren. Wie gehen Sie mit diesem Druck um?

Wir geben alles, damit eintritt, was alle von uns erwarten. Deshalb haben wir auch ein Auge darauf, wo wir uns verbessern können – falls das notwendig sein wird.

Sie hatten also schon erste Rück­meldungen Ihrer Mieter?

Nein, dafür ist es noch zu früh. Aber in den nächsten Tagen werden wir die Rückmeldungen erhalten und das Feedback auswerten.

Nicht nur die Mieter müssen zu­frieden sein, auch die Kunden. Pro Jahr will die Mall 5 Millionen Besucher ausweisen können. Manche Experten halten das nicht für realistisch.

Ich schon. 5 Millionen ist eine absolut realistische Zahl. Aber man muss auch bedenken, dass sich ein Shoppingcenter über drei bis fünf Jahre entwickelt. Die Leute gehen jetzt noch andernorts einkaufen. Wir müssen sie davon überzeugen, dass sich ein Einkauf bei uns für sie lohnt. Das wird die grosse Herausforderung für die Zukunft sein.

Was uns zum Verdrängungseffekt führt, den Ihre Konkurrenten fürchten.

Es wird zu einer Umverteilung kommen. Aber wir gehen nicht davon aus, dass die Luzerner Innenstadt direkt betroffen sein wird. Luzern hat mit dem Vierwaldstättersee, der Aussicht auf den Pilatus, der Altstadt samt und der Kapellbrücke genügend Argumente, die für sich sprechen. Aber bei den Shoppingcentern in der Agglomeration wird es eine Umverteilung geben.

Die Besucher strömen kurz nach der Eröffnung in die Mall of Switzerland. (Bild: Nadia Schärli)
Die Besucher strömen kurz nach der Eröffnung ins Einkaufszentrum. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
Blick in die Mall am Eröffnungstag. (Bild: Dominik Wunderli)
Es gibt viel zu fotografieren im Einkaufszentrum. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
Mmmmhhhhh, feine Luxemburgerli. (Bild: Stefanie Nopper)
Es scheint nichts zu geben, dass es in der Mall nicht gibt: Sogar ein Zoo ist mit von der Partie. Drückt man auf die Handsymbole, ertönen Tiergeräusche. (Bild: Stefanie Nopper)
Blick in die grosse und helle Eingangshalle. (Bild: Dominik Wunderli)
Im «Kaleidoskop» geht für die Kleinen die Post ab. (Bild: Nadia Schärli)
Die Besucher strömen kurz nach der Eröffnung ins Einkaufszentrum. (Bild: Manuel Lopez/PPR)
Auch kostenlose Garderoben gibt es überall in der Mall verstreut. Hier werden die Sachen nicht nur einfach hineingehangen - sie werden sogar vakuumverpackt, damit sie keine fremden Gerüche annehmen. (Bild: Stefanie Nopper)
Helfer zeigen den Besuchern, die mit dem «Churchill» angereist sind, wo es lang geht. (Bild: Nadia Schärli)
Besucher auf der (Roll-)Treppe. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
Das IMAX-Kino. (Bild: Stefanie Nopper)
Blick in die Mall am Eröffnungstag. (Bild: Dominik Wunderli)
Ein kurzer Einblick in die Vorstellung: 3D-Bilder mit dem neuen IMAX-Sound ein wahres Erlebnis! (falls es Ihnen beim Anblick schwindelig wird, bitte entschuldigen Sie die 3D-Ansicht des Bildes) (Bild: Stefanie Nopper)
Im sogenannten Kaleidoskop können die Eltern ihre Kinder für maximal 3,5 Stunden abgeben. Am Eingang wartet ein Roboter, der sie begrüsst. Er kann sogar "High-Five" geben. Am Eröffnungstag war es aber so laut in der Mall, dass er oft nur "Bahnhof" verstanden hat :-D Aber er kann es - wir haben es gesehen. (Bild: Stefanie Nopper)
Ein Hingucker ist auch diese interaktive Wand: Die Mutter des Kindes steht auf einer markierten Fläche. Es kommen Fischschwärme und mit Bewegungen kann sie die Fische anlocken oder wegscheuchen. Wenn einem also beim Shoppen mal langweilig wird... Kann man sich hier im Obergeschoss vergnügen. (Bild: Stefanie Nopper)
Wer gerne mehr Action hat, kann sich an der "Pocket Surf" vergnügen. Weil die Indoor-Surfwelle von Jochen Schweizer noch nicht installiert ist, steht nun bis mindestens Ende Jahr diese Surfwelle zur Verfügung. Ein Instruktor zeigt, wie es geht - es werden sogar Surfkleidung und Handtücher zur Verfügung gestellt. (Bild: Stefanie Nopper)
Noch mehr Interaktivität biete diese Wand in den oberen Etagen der Mall. Drückt man auf die abgebildeten Handflächen, spielt das Piano einen Ton. Verrückt! (Bild: Stefanie Nopper)
Blick in die Mall am Eröffnungstag. (Bild: Dominik Wunderli)
Blick in die grosse Eingangshalle der Mall. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
In den Gängen ist es weniger hell, doch auch hier gibt es diverse Oblichter, die für natürliches Licht sorgen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
Viel natürliches Licht dringt in die Eingangshalle. (Bild: Manuel Lopez/PPR)
Sie schnitten das Band durch (von links): Robert Küng (Regierungsrat Luzern), Daniel Gasser (Gemeindepräsident Ebikon), Max Hess (Gemeindepräsident Dierikon) und Jan Wengeler, Direktor der Mall of Switzerland. (Bild: Nadia Schärli)
Feuerwerk und Konfetti zur Eröffnung. (Bild: Stefanie Nopper)
Szene von der Eröffnungszeremonie. (Bild: Nadia Schärli)
Szene von der Eröffnungszeremonie. (Bild: Nadia Schärli)
«Ich wollte einfach wissen, wie die neue Mall aussieht – und bin wirklich wahnsinnig beeindruckt vom stadtmässigen Flair. Es ist wie eine Grossstadt im Kleinen.» Renate Pangerl 75 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)
«Von der Mall hat man ja immer viel gehört. Deshalb wollte ich mir selber ein Bild machen. Besonders interessieren mich die Kleidergeschäfte. Ich finde es echt cool hier.» Giuliano Augugliaro 14 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)
«Ich weiss noch nicht genau, was ich mir kaufen werde. Vielleicht ein Paar Schuhe oder neue Hosen. Vor allem bin ich aber aus Neugier hier.» Devin Stillhardt, 14 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)
«Die Mischung aus Unterhaltung und Einkaufen gefällt mir. Man kann hier ja wirklich alles haben. Aber ganz ehrlich: Mir ist die Mall fast ein wenig zu gross.» Sandra Truttmann 27 Jahre alt, Dallenwil (Bild: Nadia Schärli)
«Es ist wirklich mega cool hier, ich bin echt begeistert. Vor allem hat es für alle Altersklassen ein Angebot. Und natürlich finde ich das Kinderparadies super.» Kirstin Vogel 30 Jahre alt, Buchrain (Bild: Nadia Schärli)
32 Bilder

Die Eröffnung der Mall of Switzerland

«Mall of Switzerland»: Das war die Eröffnung

Sie schnitten das Band durch (von links): Robert Küng (Regierungsrat Luzern), Daniel Gasser (Gemeindepräsident Ebikon), Max Hess (Gemeindepräsident Dierikon) und Jan Wengeler, Direktor der Mall of Switzerland. (Bild: Nadia Schärli)

Sie schnitten das Band durch (von links): Robert Küng (Regierungsrat Luzern), Daniel Gasser (Gemeindepräsident Ebikon), Max Hess (Gemeindepräsident Dierikon) und Jan Wengeler, Direktor der Mall of Switzerland. (Bild: Nadia Schärli)

Blick in die grosse und helle Eingangshalle. (Bild: Dominik Wunderli)

Blick in die grosse und helle Eingangshalle. (Bild: Dominik Wunderli)

Blick in die Mall am Eröffnungstag. (Bild: Dominik Wunderli)

Blick in die Mall am Eröffnungstag. (Bild: Dominik Wunderli)

«Ich wollte einfach wissen, wie die neue Mall aussieht – und bin wirklich wahnsinnig beeindruckt vom stadtmässigen Flair. Es ist wie eine Grossstadt im Kleinen.» Renate Pangerl 75 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)

«Ich wollte einfach wissen, wie die neue Mall aussieht – und bin wirklich wahnsinnig beeindruckt vom stadtmässigen Flair. Es ist wie eine Grossstadt im Kleinen.» Renate Pangerl 75 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)

«Von der Mall hat man ja immer viel gehört. Deshalb wollte ich mir selber ein Bild machen. Besonders interessieren mich die Kleidergeschäfte. Ich finde es echt cool hier.» Giuliano Augugliaro 14 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)

«Von der Mall hat man ja immer viel gehört. Deshalb wollte ich mir selber ein Bild machen. Besonders interessieren mich die Kleidergeschäfte. Ich finde es echt cool hier.» Giuliano Augugliaro 14 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)

«Ich weiss noch nicht genau, was ich mir kaufen werde. Vielleicht ein Paar Schuhe oder neue Hosen. Vor allem bin ich aber aus Neugier hier.» Devin Stillhardt, 14 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)

«Ich weiss noch nicht genau, was ich mir kaufen werde. Vielleicht ein Paar Schuhe oder neue Hosen. Vor allem bin ich aber aus Neugier hier.» Devin Stillhardt, 14 Jahre alt, Luzern (Bild: Nadia Schärli)

«Die Mischung aus Unterhaltung und Einkaufen gefällt mir. Man kann hier ja wirklich alles haben. Aber ganz ehrlich: Mir ist die Mall fast ein wenig zu gross.» Sandra Truttmann 27 Jahre alt, Dallenwil (Bild: Nadia Schärli)

«Die Mischung aus Unterhaltung und Einkaufen gefällt mir. Man kann hier ja wirklich alles haben. Aber ganz ehrlich: Mir ist die Mall fast ein wenig zu gross.» Sandra Truttmann 27 Jahre alt, Dallenwil (Bild: Nadia Schärli)

«Es ist wirklich mega cool hier, ich bin echt begeistert. Vor allem hat es für alle Altersklassen ein Angebot. Und natürlich finde ich das Kinderparadies super.» Kirstin Vogel 30 Jahre alt, Buchrain (Bild: Nadia Schärli)

«Es ist wirklich mega cool hier, ich bin echt begeistert. Vor allem hat es für alle Altersklassen ein Angebot. Und natürlich finde ich das Kinderparadies super.» Kirstin Vogel 30 Jahre alt, Buchrain (Bild: Nadia Schärli)

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