EBIKON: Neuer Anlauf für Bürokomplex

6000 Quadratmeter Bürofläche an zentraler Lage: Das soll mit einem überarbeiteten Businesscenter-Projekt in Ebikon Realität werden.

Dave Schläpfer
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Direkt an den Gleisen: So stellen sich die Planer das Dienstleistungszentrum Citylink, das Nachfolgeprojekt von Modula Business, vor. (Bild: Visualisierung PD)

Direkt an den Gleisen: So stellen sich die Planer das Dienstleistungszentrum Citylink, das Nachfolgeprojekt von Modula Business, vor. (Bild: Visualisierung PD)

Sechs Stockwerke hoch, ausgestattet mit «repräsentativen und modernen» Büroflächen: Das sind die Eckdaten des Dienstleistungszentrums Citylink. Dieses soll vis-à-vis des Bahnhofs Ebikon direkt bei den Gleisen bis im Frühling 2015 realisiert werden. Bauherrin ist die in Buttisholz domizilierte Immobilienfirma Aplafinimo AG. Die total 6000 Quadratmeter Bürofläche sollen dann für durchschnittlich 170 bis 180 Franken pro Quadratmeter und Jahr vermietet werden. Das Investitionsvolumen beträgt «mindestens 20 Millionen Franken», wie Hans Müller von der Bauherrenvertretung NBK Neutrale Baukonzepte auf Anfrage erklärt. Noch diese Woche werde man das Baugesuch einreichen, so Müller: «Im besten Fall kann der Baustart dann in der zweiten Hälfte dieses Jahres erfolgen.»

Im Gespräch als Gerichtsstandort

Bei Citylink handelt es sich um das komplett überarbeitete Projekt Modula Business. Zunächst hatten die Verantwortlichen vorgesehen, dieses bis im Herbst 2012 fertigzustellen. Auch war Modula Business vom Kanton als möglicher Standort für das Kantonsgericht ins Auge gefasst worden, kam dann aber nicht in die engere Auswahl. Das hatte Hans Müller zufolge jedoch keinen Anteil am Entscheid, einen Neustart zu lancieren: «Mit Modula Business haben wir uns hauptsächlich an Gewerbebetriebe als potenzielle Mieter gerichtet – aufgrund der sehr guten Lage erwiesen sich aber die Mietpreise für dieses Segment als zu hoch.» Darum habe man sich für eine Neupositionierung auf dem Markt entschieden und konzentriere sich jetzt auf Büros und Schulungsräume. Müller betont, dass Citylink das gleiche Volumen und dasselbe Mass an Büroflächen aufweist wie das Vorgängerprojekt.

Bausünde wird ummantelt

Läuft alles wie vorgesehen, verschwindet mit dem Bau des Dienstleistungszentrums gleichzeitig ein in der Gemeinde als Bausünde verschriener Betonklotz. Auf dem Terrain steht nämlich seit bald zwei Jahrzehnten ein so genannter Ballastbau. Dieser sorgt mit seinem Gewicht dafür, dass sich die darunter liegende Kantonsstrassen-Unterführung aufgrund des Grundwassers nicht hebt. «Der Ballastbau muss aus diesem Grund gemäss Auflage des Kantons vollumfänglich erhalten bleiben. Er ist künftig aber kaum mehr zu sehen, weil er in den Neubau integriert wird», sagt Müller. Wer die Citylink-Visualisierung genau betrachtet, kann einen Teil des neu eingekleideten Ballastbaus auf der linken Seite erkennen (siehe unten). In diesem wird ein Teil der total 110 Parkplätze untergebracht.

Direkt neben dem geplanten Businesscenter wird auf einem rund 21 000 Quadratmeter grossen Grundstück bereits gebaut. Hier entsteht die Überbauung Halte. Gemäss der Bauherrin, der ortsansässigen Schmid Immobilien AG, sind die Häuser der ersten Etappe voraussichtlich im Frühling 2014 bezugsbereit. Entstehen werden 29 Eigentumswohnungen sowie ein Alterszentrum Pilatusblick des privaten Anbieters Senevita mit 67 Seniorenwohnungen und 23 Pflegezimmern. Im Zuge der zweiten Etappe sind weitere 53 Eigentums- und 18 Mietwohnungen sowie Gewerbeflächen geplant. Läuft alles rund, erfolgt der Baustart in diesem Sommer, der Bezug ist dann auf zwei Jahre später veranschlagt.

Unklarheiten gibt es noch bezüglich der dritten Etappe: Eigentlich wäre von den Planern ein Gebäude für das Kantonsgericht vorgesehen gewesen. Im Unterschied zu Modula Business hat es dieses Projekt – neben Kriens Mattenhof – bis in die engste Auswahl als Kantonsgerichtsstandort geschafft. Auf politischer Ebene ist zurzeit aber nach wie vor unklar, wie es diesbezüglich weitergeht.

Positiv fürs Ortsbild

Punkto Citylink sagt Peter Schärli, Bauvorsteher von Ebikon: «Der Gemeinderat hat mit Freude Kenntnis vom neuen Anlauf genommen.» Die Überarbeitung habe dem Projekt gut getan. Dass das Verschwinden des Ballastbaus in greifbare Nähe rücke, sei sicher positiv für die Qualität des Ortsbilds. In diesem Perimeter wird sich in nächster Zeit ohnehin einiges tun: Beim Gemeindehaus ist eine neue Überbauung mit Dorfplatz angedacht. Zudem ist entlang der Kantonsstrasse ein Umgestaltungsprojekt in Planung.