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EBIKON: Neuer Verein will Benachteiligten unter die Arme greifen

Der Verein «Äbike helft» möchte Hilfsbedürftige unkompliziert unterstützen. Gleichzeitig dürfen die Organisatoren eines Dorffests auf finanzielle Hilfe hoffen.
Alex Fischer (links) und Patrick Widmer vom Verein «Äbike helft». (Bild: Corinne Glanzmann (Ebikon, 24. Mai 2017))

Alex Fischer (links) und Patrick Widmer vom Verein «Äbike helft». (Bild: Corinne Glanzmann (Ebikon, 24. Mai 2017))

Wenn Patrick Widmer etwas anpackt, geht es schnell. Als der Sozialversicherungsfachmann um die Fasnachtszeit von einer Bekannten gefragt wurde, ob sie einen Teil ihres Einkommens auf die Seite tun könne, um Bedürftigen zu helfen, handelte er – und am 5. Mai war der Verein «Äbike helft» mit Patrick Widmer als Präsident gegründet.

Ziel des Vereins ist, unkomplizierte Soforthilfe an Menschen in Not gewährleisten zu können. «Aber auch Projekte, die die Gemeinschaft fördern – auch im Ausland –, möchten wir unterstützen», erzählt Patrick Widmer. Es falle auf, dass gewisse Werte wie Gemeinsinn und Freiwilligkeit in der Gesellschaft unter Druck stehen. «Dagegen wollen wir etwas tun.» Der Sozialversicherungsfachmann (45), bekannt aus der Rotsee-Badi und vom «Sprötzehüsli», sowie Vereinsmitbegründer Alex Fischer (48), der als Geschäftsleiter eines Medienunternehmens arbeitet, sind in Ebikon aufgewachsen und schon ihr halbes Leben in ortsansässigen Vereinen aktiv. Das macht sie auch so sicher, dass der Verein breite Unterstützung finden wird. «Wir haben schon erste Zuwendungen von Privatpersonen erhalten, was uns sehr freut», so der Präsident.

Fachgruppe beurteilt Gesuche

Bei so vielen anderen Institutionen, die sich um Hilfsbedürftige kümmern, braucht es da einen neuen Verein? «Ich denke schon. Denn in den Institutionen stösst man manchmal an Grenzen und kann nicht so helfen, wie man gerne würde. Das möchten wir ermöglichen», so Widmer.

Die Gesuche um Unterstützung gelangen erst an den Vorstand, dann sollen sie von einer Fachgruppe beurteilt werden. «Die Fachgruppe besteht aus Menschen, die auch in ihrem Beruf mit Leuten in Kontakt kommen, die auf Hilfe angewiesen sind», so Fischer. Mit der Fachgruppe will der Verein erreichen, dass die Entscheide fundiert sind und auch Vertrauen entstehen kann. «Damit schnell und einfach geholfen werden kann, soll jeder der Gruppe über einen gewissen Betrag selber verfügen können», sagt Patrick Widmer.

«Wir wollen mit Herz und Verstand helfen»

Es gebe Vergaberichtlinien, aber man wolle der Fachgruppe Spielraum lassen. «Wir wollen mit Herz und Verstand helfen», betont Fischer. «Wenn man etwas auf die Beine stellt, ziehen die anderen schon mit», sagt Widmer. «Vielleicht können wir mit unserem Verein auch wieder einmal ein Dorffest unterstützen.» Doch in erster Linie erwarten die Vereinsgründer Gesuche von Alleinerziehenden oder sozial Benachteiligten. Eine Herausforderung, gerade in einer Gemeinde, in der man sich kennt, sei sicher, den Menschen, die Hilfe benötigen, die Scham zu nehmen und die Hemmschwellen niedrig zu halten. «Die Not ist bei uns nicht immer sichtbar», so Fischer.

Neben den ersten privaten Spenden ist am 18. August ein Benefizkonzert mit James Gruntz geplant. Mit 100 Franken ist man dabei.

Natalie Ehrenzweig

region@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Vorverkauf für das Benefizkonzert auf: www.äbike-helft.ch

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