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EBIKON: Polizei sucht nach Bombendrohung in der Mall weiterhin Zeugen

Einen Tag nach der Bombendrohung ist in der Mall of Switzerland wieder Ruhe eingekehrt. Anders bei der Luzerner Polizei: Dort laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr besprechen die Lage vor Ort. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 14. März 2018))

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr besprechen die Lage vor Ort. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 14. März 2018))

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch

Für die Polizei, Feuerwehr und das Forensische Institut Zürich war am Mittwoch ein strenger Tag. Wegen einer Bombendrohung bei der Mall of Switzerland mussten eine hohe zweistellige Zahl von Fachkräften ausrücken. Bis in die Abendstunden wurde das Einkaufszentrum in Ebikon nach Sprengstoff durchsucht. Im Einsatz standen auch mehrere Spürhunde. Um 21.15 Uhr konnte die Mall und das anliegende Parkhaus von der Polizei freigegeben werden (Artikel vom 14. März).

Bombendrohungen sind gemäss Polizeisprecher Kurt Graf «glücklicherweise eine Seltenheit». In seinen 38 Dienstjahren habe er keinen vergleichbaren Fall wie jener in der Mall erlebt. In keinem Fall handelte es sich um eine Bombe. «Meistens waren es verdächtige Gegenstände, die jemand an einem öffentlichen Ort deponiert hatte, die sich letztlich als harmlos erwiesen», so Graf. Ob die Polizei auf den Plan gerufen wird oder nicht, ist abhängig davon, ob es sich um eine Bombendrohung oder um einen Bombenalarm handelt, erklärt Graf. Bei einer Bombendrohung wie jener in der Mall liegt Entscheidungshoheit beim betroffenen Betreiber eines Geschäfts oder eines Betriebs, wie man die Situation handhaben will. Die Polizei hat in solchen Fällen eine beratende Funktion. Anders bei einem Bombenalarm. Dann liegt die Verantwortung vollumfänglich bei der Polizei, «weil bei solchen Fällen ein konkreter verdächtiger Gegenstand gefunden worden war», so Graf.

Einkaufszentrum stellt Gutscheine aus

Bis dato gibt es zur Bombendrohung vom Mittwoch noch keine weiteren Erkenntnisse zu kommunizieren. Der Anrufer, der die Drohung ausgesprochen hat, konnte noch nicht ermittelt werden. Entsprechende Untersuchungen mit diversen Ansatzpunkten würden laufen, bestätigt der Polizeisprecher. Welche Spuren konkret verfolgt werden, kann Graf aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Gemäss Ermittlungsleitung, welche bei der Luzerner Polizei liegt, sind einzelne Zeugenhinweise eingegangen, welche die Polizei nun prüft. Kurt Graf rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Anhaltspunkten aus der Bevölkerung. Zeugen, welche am Mittwochvormittag in der Mall verdächtige Feststellungen gemacht haben, werden also gebeten, sich unter der Nummer 041 248 81 17 zu melden.

Zudem hält er erneut fest, dass die Evakuation und anschliessende Sprengstoffsuche ruhig abgelaufen ist. Wie üblich finden im Nachgang einer solchen Ermittlung Analysen über den Einsatz satt. «Ob Optimierungspotenzial besteht, wird sich noch weisen», so Graf. Gleicher Meinung ist auch Werner Schaeppi, Sprecher der Mall of Switzerland. Er ist froh, dass alles gesittet abgelaufen ist. «Die Analyse des Einsatzes vom Mittwoch wird zeigen, ob und wo noch Verbesserungspotenzial besteht.»

Die Mall zeigt sich bezüglich des Vorfalls vom Mittwoch erkenntlich. Kunden, die ihr Auto während mehrerer Stunden im Parkhaus stehen lassen mussten, wird die Parkgebühr erlassen. Zudem, so Schaeppi, sei man bereit, die Vergütung von Anfahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln - um den Wagen abzuholen - in Form von Gutscheinen zu vergüten.

Den finanziellen Verlust des Betriebsausfalls, lässt sich gemäss Schaeppi noch nicht beziffern. Er weist daraufhin, dass einige Geschäfte wohl eine Umsatz-Ausfall-Versicherung abgeschlossen haben und fügt an: «Die Umsatzverluste können grundsätzlich nur die Geschäftsinhaber selber beziffern.

Bei der Bombendrohung in der Mall of Switzerland war auch ein Grossaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 14. März 2018))

Bei der Bombendrohung in der Mall of Switzerland war auch ein Grossaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 14. März 2018))

Die Situation vor dem Einkaufszentrum in Ebikon. (Bild: Pius Amrein)

Die Situation vor dem Einkaufszentrum in Ebikon. (Bild: Pius Amrein)

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