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EBIKON: Ruedi Kaufmann verlässt die Exekutive

Es rumort im Gemeinderat. Nach der langen Vakanz des CEO-Postens muss nun auch ein Exekutivmitglied ersetzt werden. Einmal mehr kommt damit die Pensendiskussion aufs Tapet.
Sandra Monika Ziegler
Ruedi Kaufmann (FDP), Gemeinderat in Ebikon. (Bild: PD)

Ruedi Kaufmann (FDP), Gemeinderat in Ebikon. (Bild: PD)

Die Funktionsfähigkeit des Ebikoner Führungsmodells gab bereits mehrmals zu Diskussionen Anlass. Sei es wegen der einjährigen Vakanz der CEO-Stelle – die im Juli durch Alex Mathis besetzt wurde – oder des Ausfalls eines Gemeinderatsmitgliedes. Denn durch die Einführung des Geschäftsleitungsmodells – der Geschäftsführer ist für die operative Leitung der Gemeinde zuständig – sind die Gemeinderäte nur noch zu 30 Prozent, der Gemeindepräsident zu 35 Prozent angestellt.

Das führt dazu, dass die Gemeinderäte meist einer zweiten Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber nachgehen. Doch das Amt des Gemeinderates fordert eine hohe zeitliche Flexibilität, und diese lässt sich nicht immer mit dem Zweitjob vereinbaren. Der Ebikoner Gemeinderat Ruedi Kaufmann (FDP, Ressort Bildung) büsste die Doppelbelastung mit gesundheitlichen Beschwerden. Mitte Mai teilte die Gemeinde mit, dass «aufgrund der grossen beruflichen und zeitlichen Belastung in der Politik, in den Kommissionen und der Wirtschaft, Kaufmann mit einem Burn-out per sofort und für unbestimmte Zeit ausfällt». Nun hat sich der 58-Jährige entschieden, auf Ende Jahr den Gemeinderat definitiv zu verlassen. Ruedi Kaufmann ist seit 2008 Ebikoner Gemeinderat.

Da kommt die Frage auf, ob das CEO-Modell für eine prosperierende Gemeinde wie Ebikon eine gute Wahl war? Das war ein demokratischer Entscheid, den gelte es zu akzeptieren, so Gemeindepräsident Daniel Gasser (CVP). Er will sich nicht explizit zum aktuellen Führungsmodell äussern, sagt jedoch: «Wir analysieren regelmässig die Verteilung der Aufgaben, führen dazu Strategiesitzungen und besprechen Optimierungen.» Gasser sieht klar, dass die hohe Flexibilität, die das Amt des Gemeinderates erfordert, eine grosse Herausforderung ist und in Kombination mit grossen externen Anstellungsverhältnissen heikel werden kann. Für sich habe er eine «gesunde» Lösung gefunden. Gasser hat nebst dem Präsidialamt noch ein Nebenmandat bei Luzern Plus, sitzt im Kantonsrat und ist in der restlichen Zeit freischaffend. «In dieser Kombination ist eine hohe Flexibilität möglich», bekräftigt er. Bis eine Nachfolge für Ruedi Kaufmann im Amt ist, wird es noch dauern. Gasser rechnet frühestens im kommenden März mit einem Wahltermin. Und je nach beruflicher Bindung der Person, könne es nochmals ein paar Monate dauern. «Es kann Sommer werden», so Gasser.

Zwischenzeitlich wird Gasser die politische Zuständigkeit der Musikschule Rontal übernehmen und Susanne Troesch-Portmann diejenige der Volksschule.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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