EBIKON: Sanierte Ron schützt vor Hochwasser

Einen Bach renaturieren kostet Geld. Das sei gut so, sagt die Gemeinde Ebikon. Denn Überschwemmungen werden damit eingedämmt.

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Kies statt Beton: Rudolf von Euw, Leiter des Tiefbauamts Ebikon, im renaturierten Flussbett der Ron. (Bild Daniel Auf der Mauer/Neue LZ)

Kies statt Beton: Rudolf von Euw, Leiter des Tiefbauamts Ebikon, im renaturierten Flussbett der Ron. (Bild Daniel Auf der Mauer/Neue LZ)

Kiesufer statt Betonplatten, Schlaufen anstelle einer geraden Linie. Zurzeit renaturiert die Gemeinde Ebikon das Flussbett der Ron im Abschnitt Buchrain- bis Industriestrasse im Neuhaltenquartier. Das Vorhaben kostet 320'000 Franken, Bund und Kanton übernehmen 60 Prozent der Kosten. «Die Gemeinde hat den Bachausbau bisher in Eigeninitiative, aber mit finanzieller Unterstützung von Bund und Kanton durchgeführt», sagt Rudolf von Euw, Leiter des Ebikoner Tiefbauamts.

Besondere Bachbewohner
Doch bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte, musste man eine Umsiedlung vornehmen. Zahlreiche Muscheln wurden weiter oben im Flussbett angesiedelt, um die Kolonie nicht zu schädigen. Das bestätigt René Heim vom Natur-Museum Luzern. Der Bach wird jetzt mit einer entsprechenden Bepflanzung wieder in eine natürliche Bachlandschaft zurückverwandelt und soll so zum Lebensraum für Pflanzen und Tiere werden.

Mehr Schutz bei Hochwasser
Bereits in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Ebikon stückweise 1,3 Kilometer der Ron renaturiert, der Bach wurde aus dem engen Betonplattenkleid befreit. «Die Ron wurde bereits bis zum Ausfluss des Rotsees renaturiert», weiss von Euw. Für den nächsten Abschnitt von Ebikon, Buchrain, Dierikon über Root bis zur Einmündung in die Reuss ist gemäss von Euw der Kanton Luzern zuständig. Die Arbeiten im Zuge des Hochwasserschutzes erfolgen in Zusammenarbeit und Absprache mit den angrenzenden Gemeinden.

Fritz Lehmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.