EBIKON: Schindler steigert Umsatz und Gewinn

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler konnte dank starken Verkaufszahlen in Asien in den ersten neun Monaten sowohl den Umsatz wie den Bestellungseingang steigern. Der Betriebsgewinn jedoch fiel nur dank Sondereffekten höher aus.

Drucken
Teilen
Schindler in Ebikon. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Schindler in Ebikon. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Es wird weiterhin fast überall auf der Welt sehr viel gebaut. Schindler konnte darum in sämtlichen Märkten zulegen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das stärkste Wachstum sei dabei in China, Indien und Südostasien erreicht worden. In diesen Regionen habe Schindler das Marktwachstum sogar deutlich übertroffen.

In konkreten Zahlen sieht dieses Wachstum wie folgt aus: Gegenüber der Vorjahresperiode stiegen währungsbereinigt die Aufträge und der Umsatz um je rund 7 Prozent (Auftragseingang +6,7 Prozent, Umsatz + 7,1 Prozent), womit Schindler das hohe Wachstumstempo vom ersten Halbjahr knapp halten konnte. «Wachstumschancen genutzt», lautet denn auch das Fazit des Unternehmens.

Sinkende Margen

Nicht zulegen konnte das Industrieunternehmen aus Ebikon LU jedoch bei der Marge und beim Gewinn. Schindler weist zwar mit 900 Mio. Franken einen um einen Drittel höheren Betriebsgewinn als in der Vorjahresperiode aus. Dieses Steigerung ist jedoch nur dank Sondereffekten zustande gekommen.

So erhöhten unter anderem eine Neubewertung der Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Joint-Venture Unternehmen XJ-Schindler und der Verkauf der Mall of Switzerland das Betriebsergebnis um 220 Mio. Franken auf. Ohne diese Sondereffekte beträgt der Betriebsgewinn noch 673 Mio. Franken, womit er 1,3 Prozent tiefer als im Vorjahr ausfällt.

Entsprechend rückläufig war denn auch die Betriebsmarge. In den ersten neun Monaten 2013 betrug sie noch 10,6 Prozent. In diesem Jahr liegt sie ein halbes Prozent darunter. Schindlers Finanzchef Erich Ammann erklärte diesen Rückgang mit einer Verzögerung bei den Massnahmen zur Effizienzsteigerung und dem erheblichen Preisdruck.

2015 ein weiteres Übergangsjahr

«2015 wird ein weiteres Übergangsjahr», sagte Finanzchef Erich Ammann dazu. Erst 2016 würden sich die Massnahmen in Bezug auf die Effizienzsteigerungen auswirken. Keine Auswirkungen hat dies jedoch auch die Erwartungen für das Gesamtjahr.

Schindler erwartet nach wie vor ein Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent in Lokalwährungen. Der Reingewinn wird aufgrund der Sondereffekt leicht höher erwartet. Ohne diese rechnet Schindler jedoch wie bisher mit einem Gewinn zwischen 635 und 685 Mio. Franken.

sda