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EBIKON: Schon fast ein Drittel der Unterschriften für Gemeindeinitiative beisammen

Die Initiative für eine Überdachung der Kantonsstrasse im Dorfzentrum ist auf gutem Weg. Auch die meisten Parteien sind dem Anliegen wohlgesinnt – einzig die Grünliberalen äussern Kritik.
Die Initianten wollen die Kantonsstrasse zugunsten einer Flanierzone (beige) leicht versetzen und überdachen. (Bild: Visualisierung: Komitee «Ebikon lebt»)

Die Initianten wollen die Kantonsstrasse zugunsten einer Flanierzone (beige) leicht versetzen und überdachen. (Bild: Visualisierung: Komitee «Ebikon lebt»)

Eine Überdachung der Kantonsstrasse, die darüber ein eigentliches Dorfzentrum ermöglicht – das ist die Vision des Ebikoner Architekten Roland Huwiler. Seit kurzem sammelt ein Komitee Unterschriften für die Gemeindeinitiative «Ebikon lebt», die dieses Projekt vorantreiben soll (Artikel vom 6. Februar).

Konkret fordert der Initiativtext, dass der Gemeinderat das Projekt für eine Überdachung der Kantonsstrasse «aktiv angeht», die technische Machbarkeit und eine Kostenschätzung erarbeitet. Offerten für eine Machbarkeitsstudie hat der Gemeinderat allerdings unabhängig von der Initiative bereits eingeholt.

Die Bevölkerung soll mitreden können

Gemäss Website der Initianten wurden schon mehr als 70 Unterschriften gesammelt. Nötig sind 300 bis 3. April. Auch der Gewerbeverein Rontal weibelt gemäss einer Mitteilung, die gestern verschickt wurde, unter seinen Mitgliedern für Unterschriften.

Eine Umfrage unserer Zeitung bei den Ebikoner Ortsparteien zeigt: Das Überdachungsprojekt stösst bei vielen auf Wohlwollen, noch gibt es aber einige offene Fragen.

So findet es etwa FDP-Präsident René Friedrich positiv, dass sich die Bevölkerung frühzeitig zum Projekt äussern kann, auch, weil es ein Gesprächsthema im Dorf sei. «Genau das vermissen wir beim Gesamtverkehrskonzept, das derzeit in der Vernehmlassung ist. Hier kann das Volk nicht entscheiden.» Inhaltlich nimmt die FDP zum «Projekt Huwiler» noch keine Stellung: «Zuerst muss geprüft werden, ob es machbar und mit dem Masterplan kompatibel ist.»

Die SVP hingegen beurteilt das Projekt grundsätzlich positiv, setzt aber Fragezeichen hinter die Finanzierung, die wohl das grösste Hindernis werde. Das Komitee rechnet mit Kosten von 20 Millionen Franken. «Es ist gut, wenn diese Fragen geklärt werden», so SVP-Präsident Stefan Bühler. Solange aber nicht Klarheit herrsche, ob das Projekt realisierbar sei, werde seine Partei es nicht voll unterstützen.

«Schützenhilfe» für den Gemeinderat

Auch die CVP findet die Strassenüberdachung ein interessantes Projekt und die Stossrichtung der Initiative, die das Klären der Möglichkeiten und der Kosten fordert, gut. Im Initiativkomitee sind viele CVP-Mitglieder vertreten, «aber es ist nicht eine Initiative der CVP», betont Präsident Othmar Som. «Die Initiative soll klären, ob das Projekt mehrheitsfähig ist», sagt er. So werde die Bevölkerung schon früh mit ins Boot geholt. Die Initiative sei eine «Schützenhilfe» für den Gemeinderat, der die Prüfung des Projekts ja bereits in Angriff genommen habe. Auch könne die Bevölkerung damit dem Kanton signalisieren, dass er das Projekt als Option in die Planung einbeziehen soll.

Ganz anders klingt es bei der GLP Ebikon. «Es ist nicht zielführend, eine Initiative vors Volk zu bringen, solange nicht klar ist, ob dieses Projekt überhaupt umsetzbar ist», sagt GLP-Präsident Sandor Horvath. Zuerst müsse die Machbarkeitsstudie abgewartet werden. Aber auch dann zweifelt Horvath an der Umsetzbarkeit des Projekts: «Ebikon steht finanziell nicht gut da.» Es bestehe ein angestauter Sanierungsbedarf bei Schulraum und Strassen. «Die Gemeinde kann sich für so ein Projekt keinen zweistelligen Millionenbetrag leisten.» Ausserdem stehe seine Partei hinter dem Masterplan, sagt Horvath. «Wir bedauern, dass dieser mit dem ‹Projekt Huwiler› torpediert wird.» Dadurch könnte die Entwicklung einer Lösung für die Ebikoner Verkehrsproblematik um Jahre blockiert werden.

Die Präsidentin und der Vizepräsident der SP Ebikon waren gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Die Webseite des Initiativkomitees: www.ebikon-lebt.ch

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