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EBIKON: Seit 50 Jahren wird in Ebikon Tennis gespielt

Seit 50 Jahren wird in der Gemeinde Tennis gespielt. Während mehrerer Jahre existierten sogar zwei Clubs. Die Fusion erfolgte nicht ganz freiwillig.
Bobi Bucher (links), Gründungsmitglied des Tennisclubs Ebikon, und der heutige Präsident Marco Kaufmann auf der Sportanlage Risch. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 5. Juli 2017))

Bobi Bucher (links), Gründungsmitglied des Tennisclubs Ebikon, und der heutige Präsident Marco Kaufmann auf der Sportanlage Risch. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 5. Juli 2017))

Als der Tennisclub vor 50 Jahren gegründet wurde, hiess ist er nur TC Ebikon. Erst seit rund zehn Jahren existiert er unter dem Namen Ebikon-Schindler. Der Bindestrich verdeutlicht es: Da sind zwei eigenständige Clubs zusammengeführt worden, die sich zuerst auch finden mussten.

Bobi Bucher, Gründungsmitglied des TC Ebikon, erinnert sich an die ersten Jahre, als der Sport in breiten Kreisen noch als «elitär» galt. «Ich habe zu Beginn aktiv um Mitglieder geworben und anfänglich auch viele Absagen erhalten.»

Platzreservierung auf einer alten Schulwandtafel

Schmunzelnd erinnert sich Bucher auch an das Reservierungssystem der ersten Jahre: Auf einer alten Schulwandtafel an der Umzäunung wurden die Platzreservationen eingetragen. Im Verlauf der Zeit wurde der Club beliebter, und die Juniorenförderung trug Früchte, 2003 konnte gar ein 1.-Liga-Team gestellt werden. Die Anlage auf dem Schmiedhof mit zwei Plätzen genügte allerdings auf die Dauer nicht mehr – hinzu kam, dass die Gemeinde eine Umnutzung des gemeindeeigenen Terrains vorsah. Der TC Ebikon musste ab 2005 nach einer neuen Lösung suchen.

In ähnlicher Situation befand sich gleichzeitig der TC Schindler. 1982 gegründet, wurde er innert Kürze zu einem «Magneten der Tennissport-begeisterten ‹Schindlerianer›», wie in der Clubchronik zu lesen ist. Über 400 Spieler, Kinder und Jugendliche nicht eingerechnet, frönten dort dem Tennissport. Ganz der Gründungsphilosophie entsprechend hätten sich die «Freundschaften auf dem Tennisplatz» positiv «auf das Teamverhalten im Alltag» ausgewirkt. Doch dann kam das Aus für die Tennisanlage – diese befand sich nämlich auf dem Land, wo der Autobahnzubringer Rontal gebaut wurde.

«Es waren viele Gespräche notwendig»

Verschiedene Lösungen wurden diskutiert, unter anderem auch eine neue Tennisanlage für den TC Schindler in Perlen. Schliesslich kam es zur Integration des TC Schindler in den TC Ebikon. Im Gebiet Risch sollte eine neue gemeinsame Tennisanlage gebaut werden. Im März 2008 wurde die Fusion statutarisch vollzogen, der «TC Ebikon-Schindler» war geboren.

Urs Styger, letzter Präsident des TC Ebikon und gleichzeitig erster Präsident des fusionierten Tennisclubs, erinnert sich: «Da kamen zwei ganz unterschiedliche Kulturen zusammen.» Das war offensichtlich nicht nur einfach. «Für jeden Fusionsschritt waren viele Gespräche notwendig.» Die Grosszügigkeit der Gemeinde Ebikon und der Firma Schindler hätte einiges erleichtert. Im Gebiet Risch wurde eine neue Sportanlage mit Fussballplätzen, Beachvolleyfeld, Spielwiese und eben Tennisplätzen realisiert. Die Kosten betrugen total 7 Millionen Franken, davon übernahm die Gemeinde 5 Millionen, Private 2 Millionen.

Seit 2009 stehen dem fusionierten TC Ebikon-Schindler dort sechs Plätze und ein Clubhaus zur Verfügung, seit Oktober 2013 auch eine Traglufthalle für die Wintersaison. Insgesamt 602 Mitglieder zählt der Verein. Mit Genugtuung stellt Urs Styger heute fest: «Wir sind wirklich ein Club geworden. Die beiden Kulturen sind zusammengewachsen. Neue Mitglieder werden kaum mehr bemerken, dass da einmal zwei Vereine waren.»

Und was wünscht sich der aktuelle Präsident des TC Ebikon-Schindler, Marco Kaufmann, für die Zukunft seines Clubs? «Viele tolle Events mit vielen Teilnehmern, etwas weniger administrativen Aufwand für die Vorstandsmitglieder und für die nächsten zehn Jahre junge talentierte Spieler, die mindestens auf regionaler Stufe im Bereich Wettkampf von sich reden machen.»

Hannes Bucher

region@luzernerzeitung.ch

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