Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ebikon soll möglichst rasch eine provisorische Mehrzweckhalle erhalten

Von der Yogastunde bis zum Feldmusik-Konzert: Die vom Ebikoner Gemeinderat geplante Halle soll möglichst viele Bedürfnisse der Vereine abdecken und diese bevorzugen. Damit erfüllt sie die Forderungen einer Initiative, welche deshalb zurückgezogen wird.
Roman Hodel
Ebikons Gemeindepräsident Daniel Gasser (Mitte) und Gemeinderat Ruedi Mazenauer (rechts) zusammen mit Mitgliedern des Initiativkomitees auf dem Areal Risch. (Bild: hor (3. Juli 2018))

Ebikons Gemeindepräsident Daniel Gasser (Mitte) und Gemeinderat Ruedi Mazenauer (rechts) zusammen mit Mitgliedern des Initiativkomitees auf dem Areal Risch. (Bild: hor (3. Juli 2018))

Der Ebikoner Gemeinderat macht vorwärts mit der Planung einer Mehrzweck-Veranstaltungshalle. Auf dem Areal Risch (ehemals Migros Do It) soll vorerst eine provisorische Variante aufgebaut werden. Denkbar ist eine Traglufthalle, ein Holzelementbau, ein Zelt oder aber der Ankauf einer ausgedienten Halle. Bezüglich Letzterer steht der Gemeinderat in Kontakt mit der Migros Luzern, welcher die frühere Landi-Halle gehört. «Hierbei laufen Abklärungen, ob wir diese abbrechen und auf dem Areal Risch wieder aufbauen können - oder ob sie am jetzigen Standort bleibt und dort für längere Zeit genutzt werden könnte», sagte Gemeindepräsident Daniel Gasser (CVP) gestern vor den Medien.

Die provisorische Veranstaltungshalle wäre auf dem Areal Risch Bestandteil einer Zwischennutzung, denn das einstige Do-It-Gebäude muss 2019 aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Die längerfristige Immobilienstrategie der Gemeinde sieht dort Sport- und Freizeitanlagen, Platz für den Werkhof und die Wasserversorgung, oder allenfalls auch Schulbauten mit einer definitiven Mehrzweck-Veranstaltungshalle oder das regionale Hallenbad vor. Bezüglich der Halle prüft der Gemeinderat zudem weitere Optionen wie etwa den Ausbau der Aula Wydenhof oder die Nutzung der geplanten Markthalle auf dem MParc-Areal.

Initiativkomitee behält sich weitere Vorstösse vor

Die vorgestellten Pläne sind ganz im Sinne einer Initiative, die vom Gemeinderat die Prüfung einer Mehrzweck-Veranstaltungshalle für 400 bis 500 Personen fordert. «Weil der Gemeinderat nun die Planung der Zwischennutzung vorantreibt, sehen wir die wichtigste Forderung erfüllt und ziehen die Initiative zurück», sagte Toni Emmenegger, Mitinitiant und Präsident der Rotsee-Zunft. Dabei spielt auch der Zeitfaktor eine Rolle. Eine Abstimmung über die Initiative hätte die Planung verzögert. Emmenegger betonte aber: «Sollte der Gemeinderat bezüglich der Halle die Sondernutzungskonditionen für Vereine nicht umsetzen, wie dies die Initiative verlangt, behalten wir uns weitere Vorstösse vor.» Rund 600 Ebikoner hatten die Initiative unterschrieben - nötig gewesen wären 300.

«Wir wollen keine Halle, die nur vier Mal im Jahr gebraucht wird.»

Das weitere Vorgehen sieht nun wie folgt aus: Im Herbst ist eine Mitwirkung geplant, bei der sich Vereine und Kommissionen einbringen können. Diese bildet die Grundlage für die Berechnung der Betriebs- und Unterhaltskosten. «Wir wollen keine Halle, die nur vier Mal im Jahr gebraucht wird, sondern eine, in der während der ganzen Woche Betrieb ist. Sonst rechnet sich das nicht», sagte Gemeinderat Hans Peter Bienz (parteilos). Von der Yogastunde über den Masken-Bastelkurs für Kinder bis zum Feldmusik-Konzert soll das Gebäude möglichst viele Bedürfnisse abdecken.

Wann die Halle in Betrieb gehen soll, ist noch offen. Der Gemeinderat schreibt in seiner Mitteilung von «mittelfristig», das Initiativkomitee erwartet hingegen «zeitnah». Gemeindepräsident Daniel Gasser sagte, dass die Umsetzung auch von den Kosten abhänge. Je nach Höhe müsse ein Sonderkredit vom Stimmvolk abgesegnet werden.

Seit der Höfli-Schliessung fehlt eine Halle

Dass viele Ebikoner Vereine – es gibt über 100 – auf eine neue Halle pochen, hat Gründe: Seit der Schliessung des Zentrums Höfli mit Platz für 500 Personen im Jahr 2013 fehlt ein Saal dieser Grösse in der Gemeinde. Zwar existiert die Dreifachturnhalle Wydenhof mit Platz für rund 600 Personen, nur ist die Infrastruktur dort bescheiden. Dazu kommt, dass die Halle oft von der Schule beansprucht wird.

Die ehemalige Landi-Halle jedenfalls wäre als Provisorium nicht die schlechteste Wahl: Die Feldmusik führte im Frühling ein Konzert auf. Zwar ist auch dort zurzeit Aufwand nötig, um sie eventtauglich zu machen. Feldmusik-Vizepräsident Andreas Häller sagte gestern dennoch: «Brauchbar ist das Gebäude.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.