EBIKON: Statt ein Minus gabs ein Plus in der Rechnung

Die Laufende Rechnung des Jahres 2008 der Gemeinde Ebikon schliesst um rund 3,1 Mio. Franken besser als erwartet ab. Budgetiert war ein Defizit von 90'800 Franken.

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Blick auf Ebikon. (Bild pd)

Blick auf Ebikon. (Bild pd)

Das erfreuliche Ergebnis ist auf Mehrerträge zurückzuführen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Bei den Gemeindesteuern (Nachträge früherer Jahre) und bei den Sondersteuern (Grundstückgewinnsteuern) resultierten gegenüber dem Budget 2008 ungefähr 3,0 Mio. Franken Mehreinnahmen.

Weniger für Soziales ausgegeben
Die Alters- und Pflegeheime schlossen wie budgetiert mit einem Aufwandüberschuss von etwas mehr als 700'000 Franken. Für die Bildung wurden im letzten Jahr rund 13,7 Millionen Franken aufgewendet. Damit liegt dieser Bereich ziemlich genau im budgetierten Wert. Für die Soziale Wohlfahrt wurden knapp 400'000 Franken weniger als budgetiert aufgewendet. Einerseits sind Schlusszahlungen zugunsten der Sozialwerke AHV und IV deutlich kleiner als vorgesehen ausgefallen und andererseits musste für die wirtschaftliche Sozialhilfe weniger als budgetiert ausgegeben werden.

Mehr für den öV investiert
Zugunsten des öffentlichen Verkehrs hingegen wurden höhere Beiträge überwiesen (+ 185'000 Franken). Auch gegenüber dem Vorjahr stieg der Aufwand um gut 21 Prozent oder um über 210'000 Franken. Zwei Ursachen sind zu erwähnen: Der Bund zog sich ab dem 1. Januar 2008 aus der Finanzierung des Regionalverkehrs zurück. Daneben verursachten der Ausbau des ÖV-Angebots, wie auch die neuen, verschiedenen Infrastrukturanlagen höhere Gemeindebeiträge.

Die Finanzkennzahlen präsentieren sich erneut besser. So konnte zum Beispiel im Berichtsjahr die Nettoschuld je Einwohner auf 2718 Franken (Vorjahr 3153 Franken) reduziert werden.

Der Jahresabschluss 2008 dürfe als gut bezeichnet werden, wie es weiter heisst. Das positive Ergebnis helfe wesentlich, dass die Steuergesetzrevisionen 2008 und 2011, die aktuelle Wirtschaftslage und neue, von den Gemeinden zu finanzierende Aufgaben, in den nächsten Jahren besser verkraftet werden könnten.

scd