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EBIKON: Vereine stärker zur Kasse bitten?

Soll die Gemeinde die rund 100 Vereine weiterhin unterstützen und wenn ja wen mit wie viel? Ein externes Büro schlägt nach einer Befragung vier Varianten vor. Die zuständige Kommission lehnt zwei davon ab.
Roman Hodel
Blick auf die Gemeinde Ebikon mit der Zentralstrasse. (Archivbild LZ)

Blick auf die Gemeinde Ebikon mit der Zentralstrasse. (Archivbild LZ)

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Nicht nur in kleinen Dörfern, auch in grossen Agglo-Gemeinden wie Ebikon. Rund 100 an der Zahl gibt es hier. Sie schaffen Identität und binden die Mitglieder langfristig an Ebikon. Das weiss und schätzt auch der Gemeinderat. Entsprechend erhalten die Vereine finanziellen Zustupf oder Leistungen wie etwa Sporthallen zur Benützung. Das Problem: Bislang ist die Unterstützung ungleich verteilt und es fehlt eine Übersicht.

Deshalb hat der Gemeinderat im vergangenen Frühling ein externes Büro mit einer Befragung der rund 100 ortsansässigen Vereine beauftragt. Deren Ziele sind folgende:

– Transparenz schaffen
– Nutzen der Vereine aufzeigen
– Vergleich mit anderen Gemeinden anstellen
– fairere Ressourcenverteilung schaffen


Inzwischen konnte die zuständige Kommission für Gesellschaftsfragen die Ergebnisse der Befragung sichten und sich dazu äussern. Die entsprechende Stellungnahme ist auf der Website der Gemeinde publiziert. Diese gibt demnach jährlich insgesamt 932000 Franken für die Vereine aus. Davon sind jedoch nur etwa 25000 Franken Barbeträge – der Rest betrifft immaterielle Leistungen.

Für die künftige Unterstützung der Vereine schlägt der Gemeinderat vier Varianten, die Kommission hat alle beurteilt (siehe Boxen). Es ist das erste Mal, dass sich die vor eineinhalb Jahren ins Leben gerufene Kommission in diesem Ausmass zu einem Geschäft des Gemeinderats geäussert hat. «Es ist uns wichtig, dass die Bevölkerung sieht, wofür wir uns aussprechen, deshalb haben wir die Stellungnahme auf der Website der Gemeinde publizieren lassen», sagt Kommissionspräsident Felix Joller (SVP). Dass die Kommissionsmitglieder die Befragungsergebnisse nicht ausgehändigt erhielten und deshalb ein Mitglied das ganze Dossier quasi für alle auf der Gemeindeverwaltung einsehen musste, stört Joller nicht: «Es handelt sich nun mal um vertrauliche Dokumente.» Für ihn ist aber klar, dass der Gemeinderat sich für eine der beiden von der Kommission vorgeschlagenen Varianten entscheiden muss: «Andernfalls würden wir einen Antrag an den Gemeinderat stellen, schliesslich sind wir vom Volk gewählte Mitglieder.»

Kommissionen gebührt nur beratende Funktion

Laut dem zuständigen Sozialvorsteher Andreas Michel (parteilos) legt der Gemeinderat «grossen Wert auf die Meinungen der Kommissionen.» Deshalb habe man sowohl die Kommission für Gesellschaftsfragen als auch die Controlling-Kommission frühzeitig in den Beratungsprozess einbezogen. Trotzdem: Den Kommissionen kommt offiziell lediglich eine beratende Funktion zu.

Das ist der grosse Unterschied etwa zu Gemeinden mit Parlament. Dieses kann die Exekutive mit einer Motion klar beauftragen, etwas umzusetzen oder mittels Postulat zumindest eine Prüfung beantragen. Für welche Variante der Vereinsunterstützung sich der Gemeinderat entscheidet, ist noch offen. Michel rechnet damit, im Frühling über die weiteren Schritten Auskunft geben zu können.

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