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EBIKON: Vorstoss zur Verlängerung der Buslinie 1 sorgt für Verwirrung

Die Verlängerung der Buslinie 1 zur Mall of Switzerland ist wegen der Fahrleitungen umstritten. Der Gemeinderat geht nun in die Offensive – auf ungewöhnliche Art und Weise.
Stefan Dähler
Die Buslinie 1 soll bis zur Mall of Switzerland verlängert werden. (Bild: Kanton Luzern/Martin Ludwig)

Die Buslinie 1 soll bis zur Mall of Switzerland verlängert werden. (Bild: Kanton Luzern/Martin Ludwig)

Steht der neu formierte Ebikoner Gemeinderat der Verlängerung der Trolleybuslinie 1 bis zur Mall of Switzerland kritisch gegenüber? Dieser Eindruck entsteht, wenn man den Vorstoss liest, den Gemeindepräsident Daniel Gasser (CVP) am Montag im Kantonsrat eingereicht hat. Darin stellt er unter anderem folgende Fragen: «Macht ein Bushub Ebikon ohne die Verlängerung der Linie 1 fachlich Sinn? Ist die Verlängerung der Linie 1 behördenverbindlich verankert? Wurden auch alternative ÖV-Angebotskonzepte mit Diesel- oder Hybridbussen geprüft?»

Gemeinderat steht hinter Buslinie

Auf Anfrage sagt Gasser: «Der Gemeinderat steht hinter der Trolleybusverlängerung nach Ebikon. Mit dieser Technologie ist einerseits die Zuverlässigkeit gewährleistet, und andererseits ist die Finanzierung aus Steuergeldern berechenbar.» Weil die Mall of Switzerland im Herbst 2017 eröffnet und auch andere Areale entwickelt würden, steige die Mobilitätsnachfrage. «Somit braucht es dringend eine kapazitätsgerechte Lösung für den ÖV», so Gasser.

Doch was soll mit diesem Vorstoss bezweckt werden? «Die Verlängerung sorgt vor allem aufgrund der geplanten Fahrleitungen für Diskussionen in Ebikon.» Derzeit läuft die Planauflage für die Stellen, wo Masten geplant sind. Diese wurden dafür gekennzeichnet. «Seit Anfang 2016 kommunizieren wir in Zusammenarbeit mit den Partnern Kanton, Verkehrsverbund, Luzern Plus und den VBL rund um die Verkehrsfragen in Luzern Ost.» Jetzt sei aber erstmals etwas sichtbar, was während Jahren geplant wurde. «So wird es für die Bevölkerung konkret.» Die Anfrage dient daher vor allem dazu, der Bevölkerung das Projekt noch einmal näherzubringen und aufzuzeigen, dass man «die strategische Planung den zeitlichen, finanziellen, technischen und ökologischen Gegebenheiten angepasst hat».

Andere Technologien geprüft

Tatsächlich seien andere Technologien geprüft worden – beispielsweise das System Tosa, das Ende Jahr in Genf auf einer Linie eingeführt wird. Dieses funktioniert mit einem Akku auf dem Busdach, der jeweils an jeder vierten Station aufgeladen wird. «Für Doppelgelenkbusse mit grosser Kapazität, wie sie auf der Linie 1 eingesetzt werden, ist diese Technologie aber noch nicht ausgereift», sagt Gasser. Zudem sei die Verlängerung in Ebikon Teil des gesamten Agglomerationsprogrammes, «Insellösungen machen keinen Sinn».

Für die Verlängerung zur Mall of Switzerland soll eine Strecke von 4,65 Kilometern mit Fahrleitungen versehen werden. Die Arbeiten kosten rund 13 Millionen Franken, wobei sich die «Mall» mit 1,5 Millionen Franken beteiligt. Geplant ist, dass die verlängerte Buslinie 1 mit dem Fahrplanwechsel 2019 in Betrieb geht (wir berichteten).

Stefan Dähler

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