Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EGGSTEIN-AREAL: Tribschenstadt: Der letzte Mosaikstein

In der Tribschenstadt Luzern sollen 111 weitere Wohnungen entstehen – damit wird das neue Quartier fertiggebaut. Noch sind aber einige Einsprachen hängig.
Die Entwicklung der Tribschenstadt in der Übersicht. (Bild: Grafik: Web)

Die Entwicklung der Tribschenstadt in der Übersicht. (Bild: Grafik: Web)

Hugo Bischof

Die Überbauung des einstigen Frigorex-Areals zwischen Tribschen- und Bürgenstrasse vis-à-vis dem VBL-Betriebsgebäude ist fertiggebaut. Der Luzerner Immobilienbesitzer Jost Schumacher hat hier 62 topmoderne Mietwohnungen erstellt – inklusive einem in diesem Gebiet dringend notwendigen zweiten städtischen Kindergarten (Ausgabe vom 4. Juli). Alle Wohnungen sind vermietet und grösstenteils bezogen.

Boomender neuer Stadtteil

Direkt daneben auf dem Eggstein-Areal ist nun eine weitere Grossüberbauung geplant. Das Baugespann ist seit einigen Wochen ausgesteckt. Es handelt sich dabei um den letzten Teil der Luzerner Tribschenstadt-Überbauung.

Die Tribschenstadt ist ein neuer Stadtteil, der in den vergangenen Jahren auf dem 53 000 Quadratmeter grossen Gelände des früheren städtischen Werkhofs zwischen Werkhof-, Tribschen- und Landenbergstrasse entstanden ist. Seit 2002 wurden hier rund 500 Eigentums-, Miet- und Genossenschaftswohnungen gebaut. Die mehrstöckigen, rechteckig angeordneten Gebäude sind mit grosszügigen begrünten Innenhöfen versehen. Der entsprechende Bebauungsplan war im Jahr 2000 von der Luzerner Stadtbevölkerung genehmigt worden.

Die Tribschenstadt ist in den letzten Jahren regelrecht zur Boom-Town geworden. Die Wohnungen hier sind begehrt. Branchenkenner schätzen, dass sich die Preise für Eigentumswohnungen in der Tribschenstadt im vergangenen Jahrzehnt praktisch verdoppelt haben ( unsere Zeitung berichtete darüber ausführlich in einem Dossier am 27. September 2013 ). Mit der Eggstein-Areal-Überbauung erhält das Tribschenstadt-Puzzle nun seinen letzten Mosaikstein.

Zuletzt als Parkplatz genutzt

Auf dem Gelände hatte Anton Julius Eggstein 1927 sein Zimmerei- und Schreiner-Unternehmen gegründet. Seit dem Verkauf der Eggstein AG Holzbau und Pfahlfundationen 1998 an eine Investorengruppe wurde es aber nur noch spärlich genutzt. Der grosse Schotterplatz diente zuletzt vorab als Parkplatz. 2012 regten die Grünliberalen im Stadtparlament gar an, auf dem Eggstein-Areal einen Quartierpark im Stil des Vögeli- oder Helvetiagärtlis einzurichten.

Damit ist es nun definitiv vorbei. Demnächst soll die Überbauung des Eggstein-Areals mit 111 Wohnungen realisiert werden. Das Baugesuch ging am 9. September 2014 bei der Stadt Luzern ein. Gemäss Markus Hofmann, Leiter Ressort Baugesuche, hat es diverse Einsprachen gegeben. «Die Bauherrschaft ist im Gespräch mit den Einsprechern und versucht, diese zu bereinigen», so Hofmann.

Eggstein-Erben am Drücker

Realisiert wird die Überbauung von der Eggstein Immobilien AG. Deren Verwaltungsräte sind die Nachkommen der inzwischen verstorbenen älteren Eggstein-Generation rund um den Architekten Hans Eggstein (1930–2013). Dieser leistete unter anderem mit seinen wegweisenden Sichtbetonbauten einen wesentlichen Beitrag zur Baukultur der Stadt Luzern; in einem 2007 erschienenen, unter anderem von Simone Egg­stein herausgegebenen Buch wird sein Werk eindrücklich und ausführlich beschrieben.

Bei den Einsprachen gegen das Egg­stein-Wohnbauprojekt ging es offenbar unter anderem auch um die Aussicht für Bewohner umliegender Gebäude. «Aufgrund der Einsprachen sind bereits einige kleine Änderungen vorgenommen worden», sagt dazu Rudolf Studhalter von der Studhalter Treuhand AG, der für die Eggstein-Erbengemeinschaft als Berater tätig ist. «Dank Anpassungen im untersten Baugeschoss wird das Gebäude jetzt insgesamt 50 Zentimeter weniger hoch als ursprünglich geplant», so Studhalter.

Er hofft darauf, dass die Baubewilligung noch in diesem Jahr vorliegen wird. «Der Zeitpunkt der Bewilligung hängt von einem allfälligen Rückzug der Einsprachen und der Bereinigung noch anderer offener Themen ab», sagt dazu Markus Hofmann von der städtischen Baubewilligungsbehörde. Laut Hofmann ist mit einer Baubewilligung «frühestens im September zu rechnen». Damit wäre ein Baustart aus baurechtlicher Sicht frühestens im Oktober möglich.

Umstrittene Abrisspläne

Die Eggstein Immobilien AG will später auch das Grundstück vorne an der Tribschenstrasse als Verlängerung des CSS-Baufelds (siehe Grafik) überbauen. Dieser Büroüberbauung müsste das 1933 vom Luzerner Architekten Carl Mossdorf erbaute Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse 51 weichen. Gegen dessen Abriss wehrte sich der Luzerner Heimatschutz 2012 mit einer Petition.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.