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Egolzwil: Gemeinderat stellte seinem Präsidenten ein Ultimatum

«Entweder du, oder wir»: Dieses Ultimatum stellten die vier übrigen Mitglieder des Egolzwiler Gemeinderats ihrem Präsidenten. Prompt reichte Urs Hodel zwei Tage später seinen Rücktritt ein. Klar ist jetzt auch, wie es in den kommenden Monaten weiter geht.
Niels Jost
Die Gemeinde Egolzwil steht mindestens vier Monate ohne Gemeindepräsidenten da. (Bild: Boris Bürgisser)

Die Gemeinde Egolzwil steht mindestens vier Monate ohne Gemeindepräsidenten da. (Bild: Boris Bürgisser)

Nach über zehn Jahren im Amt tritt der Egolzwiler Gemeindepräsident Urs Hodel (CVP) Ende März zurück (wir berichteten). Nun hat der Gemeinderat sein Entlassungsgesuch besprochen und gutgeheissen, heisst es in einer Mitteilung.

Erstmals teilt der Gemeinderat auch mit, wie es zum Rücktritt von Urs Hodel gekommen ist: «Auslöser für die vorzeitige Demission von Urs Hodel war das Ultimatum der übrigen Gemeinderatsmitglieder vom 29. Oktober, seine Demission innerhalb einer Bedenkzeit von vier Tagen einzureichen, andernfalls müsse er die Demission aller Ratskollegen entgegennehmen», heisst es im Schreiben. Anders formuliert: «Entweder gehst du, oder wir.»

Urs Hodel (CVP) tritt als Gemeindepräsident von Egolzwil zurück. (Bild: PD)

Urs Hodel (CVP) tritt als Gemeindepräsident von Egolzwil zurück. (Bild: PD)

Zu diesem «drastischen Schritt» sahen sich die Gemeinderatsmitglieder genötigt, weil es innerhalb des Gremiums «diametral unterschiedliche Auffassungen über die Amtsführung» gab und sich die vier übrigen Gemeinderatsmitglieder «keine weitere Zusammenarbeit vorstellen» konnten. Zwei Tage nach diesem Ultimatum, am 31. Oktober, reichte Urs Hodel seinen Rücktritt ein. Dass der 59-jährige Hodel erst per Ende März 2019 zurücktritt, sei auf persönliche Gründe zurückzuführen.

Jetzt ist es definitiv: Wermelinger übernimmt

Klar ist jetzt auch, wie die Gemeinde in den kommenden Monaten geführt wird und wer Urs Hodels Geschäfte übernimmt. Dazu wurde eine «einvernehmliche Regelung» gefunden: Bis zu Hodels Ersatzwahl werden die Aufgaben des Ressorts Präsidiales durch seinen Stellvertreter, Vizepräsident Roland Wermelinger, wahrgenommen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dazu zählen insbesondere repräsentative Aufgabe wie der Vorsitz der Gemeinderatssitzungen oder der Gemeindeversammlung.

Die Ersatzwahl für Urs Hodel findet voraussichtlich am 10. März 2019 statt. Wahlvorschläge müssten bis am 21. Januar eingereicht werden. Vizepräsident Roland Wermelinger (FDP) sagte bereits gegenüber unserer Zeitung, dass die CVP von der Parteistärke her wieder Anspruch auf das Amt habe.

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