EGOLZWIL: Kanton sagt Ja zur Antenne im Kirchturm

Rund 300 Einsprachen hagelte es gegen Pläne für eine Mobilfunkantenne im Kirchturm. Nun hat der Kanton ein Machtwort gesprochen.

Ismail Osman
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In diesem Kirchturm der Kirche von Egolzwil kann nun eine Handy-Antenne eingebaut werden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

In diesem Kirchturm der Kirche von Egolzwil kann nun eine Handy-Antenne eingebaut werden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Nun also doch: Die kantonale Denkmalpflege stimmt der Installation einer Mobilfunkantenne im Kirchturm zu. Damit besteht für ein entsprechendes Baugesuch der Swisscom ein Rechtsanspruch auf Bewilligung des Gesuchs durch den Gemeinderat. Die Pläne für die knapp 30 Meter hohe Antenne hatten den Unmut der Bevölkerung auf sich gezogen. Eine Interessengemeinschaft gegen die Mobilfunkantenne wurde gegründet, und rund 300 Einsprachen gingen gegen das Vorhaben ein.

Klar ist, dass viele, aber längst nicht alle Einsprecher zurückgekrebst sind. Dies, obwohl die Lage, nach den Befunden des Kantons, so gut wie aussichtslos ist. «Es geht auch darum, ein Zeichen zu setzen», sagt Raffael Kneubühler von den Gegnern der Antenne. «Ein Einsprachenrückzug wäre für uns einer indirekten Gutheissung des Projekts gleichgekommen.» Die IG führte vor allem gesundheitliche Bedenken gegen die Mobilfunkantenne ins Feld.