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Ehrendoktorwürde für Guido Fluri

Der Vater der Wiedergutmachungsinitiative wurde von der Universität Luzern ausgezeichnet. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand am Donnerstag im Rahmen des Dies academicus statt.
Balz Bruder
Guido Fluri ist nun ein Doktor. (Bild: PD)

Guido Fluri ist nun ein Doktor. (Bild: PD)

Grosse Ehre für Guido Fluri (52): Der in Olten (SO) geborene und heute in Cham (ZG) lebende Unternehmer wurde am Donnerstag von der Theologischen Fakultät der Universität Luzern zum Doktor der Theologie honoris causa ernannt. Gleichzeitig verleiht ihm die Fakultät die Ehrenmitgliedschaft sowie das Recht, den Titel Dr. theol. h.c. zu führen. Die Fakultät anerkennt damit den Einsatz von Fluri für die Wiedergutmachungs-Initiative und seinen Einsatz für Verdingkinder und weitere Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen.

Zudem ehre sie das «Lebenszeugnis» von Guido Fluri, der selber als Pflegekind aufwuchs und einige Zeit in einem Heim verbrachte. Obwohl ihm seine Kindheit «seelische Wunden zufügte» und als Jugendlicher «keine prestigeträchtige Ausbildung» absolvieren konnte, sei es Fluri gelungen, ein «erfolgreicher Unternehmer» zu werden. Einen Drittel seiner Gewinne lässt er in die Projekte seiner Stiftung einfliessen, die insbesondere im Bereich der Prävention und Aufarbeitung von Gewalt gegen Kinder tätig ist. Zudem ist die Stiftung in einer Reihe medizinischer Hilfsprojekte involviert.

In der Laudatio des Dekans der Theologischen Fakultät, Prof. Robert Vorholt, ist wörtlich zu lesen: «Das Schicksal von unzähligen Kindern, die Opfer von Missbrauch und Misshandlung wurden, trübt gegenwärtig auch die theologische Rede von der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu. Die Theologische Fakultät der Universität Luzern möchte ein Signal setzen für eine ehrliche Aufarbeitung dieser Unheilsgeschichte, für ein Streben nach Wiedergutmachung für die Opfer sowie für ein konsequentes Handeln der Kirche, dass sich in Gegenwart und Zukunft diese Unheilsgeschichte nicht wiederholt. Zugleich solidarisiert sie sich mit allen Opfern von Gewalt. Und sie ehrt mit Herrn Fluri stellvertretend all jene, die sich für Gerechtigkeit und Versöhnung engagieren.»

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