EICH: Mit Motion für mehr Lärmschutz

Der SVP-Nationalrat Franz Grüter reicht kommende Woche eine Motion beim Bundesrat ein. Grund dafür sind die nicht ausgeführten Lärmschutzmassnahmen bei der Nationalstrasse A2 in der Gemeinde Eich.

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Die 17 Jahre alte Lärmschutzwand schützt die Anwohner in der Gemeinde Eich nicht genügend. (Bild: Nadia Schärli/LZ, Eich, 17. August 2017)

Die 17 Jahre alte Lärmschutzwand schützt die Anwohner in der Gemeinde Eich nicht genügend. (Bild: Nadia Schärli/LZ, Eich, 17. August 2017)

Grüter will unter anderem vom Bundesrat wissen, wie das Astra die Kosten der Lärmschutzwände berechnet. Denn gemäss Astra kostet die Erhöhung der bestehenden Wände mit einer Länge von total 450 Metern 6,5 Millionen Franken. 1,9 Millionen verrechnet das Astra für die bestehende Wand, die im Jahr 2000 neu 820 000 Franken gekostet hat. Weiter will Grüter wissen, warum für die bestehende Wand, die 17 Jahre alt ist, heute das Doppelte verrechnet wird. «Da scheint etwas im Argen zu liegen», so der Nationalrat.

Pikant: Eine Offerte einer renommierten Tiefbaufirma aus der Region hat ergeben, dass die Sanierung der Lärmschutzwand für einen Viertel der vom Astra berechneten Kosten umsetzbar wäre. Grüter verlangt vom Bund, dass die Lärmschutzwände zu einem marktüblichen Preis realisiert werden.

Bund riskiert millionenschwere Klagen

Das Bundesamt für Strassen ist seit 2008 Eigentümer der Nationalstrassen. Damit ist das Astra zuständig für die Umsetzung der bundesrechtlichen Vorschriften zum Schutz der Umwelt. Darunter fallen auch Sanierungen, die den Verkehrslärm dämmen. Franz Grüter sagt: «Mit den vermeintlich zu teuren Lärmschutzmassnahmen werden hier Schweizer Bürger um ihren gesetzlich zustehenden Schallschutz gebracht.» Das Astra solle «besser jetzt auf den tatsächlichen Kosten von Lärmschutzmassnahmen abstellen, anstatt in wenigen Jahren millionenschwere Entschädigungsforderungen von lärmgeplagten Hausbesitzer zu riskieren», so Grüter, der in Eich wohnt, aber nicht vom Lärm betroffen ist.

(kuy)