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Eich will Platz für Familien schaffen

Für 17 Millionen Franken soll in Eich bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die Gemeinde tritt als Bauherr auf. Die Risiken schätzt der Gemeindepräsident als gering ein.
Urs-Ueli Schorno
Bezahlbarer Wohnraum für Familien: Am 25. November befinden die Eicher über den Sonderkredit für das Projekt «Spillmatte». (Visualisierung: PD)

Bezahlbarer Wohnraum für Familien: Am 25. November befinden die Eicher über den Sonderkredit für das Projekt «Spillmatte». (Visualisierung: PD)

Neuer Wohnraum am Ostufer des Sempachersees ist ein rares Gut. «Es gibt in Eich nahezu keine Baulandreserven mehr», bestätigt Gemeindepräsident Adrian Bachmann (CVP). Gerade für junge Familien werde es schwieriger, passende Wohnungen in der Gemeinde zu finden. «Wir verzeichnen einen Bevölkerungsrückgang. Es ist dem Gemeindeleben nicht förderlich, wenn keine Familien mehr bei uns wohnen», so Bachmann.

Eine Massnahme, um Familien in der Gemeinde zu behalten, soll die Überbauung Spillmatte im Südhang der Buchmattstrasse werden. Am 25. November stimmen die Eicher über den Sonderkredit von rund 17 Millionen Franken ab. Dafür sollen 18 3,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen auf drei Geschossen, drei Hobbyräume und 30 Einstellhallen entstehen. Das Ziel: günstigen Wohnraum schaffen. Für Bachmann macht es in diesem Fall Sinn, wenn die Gemeinde als Bauherr auftritt: «Wir haben die Gelegenheit, vom Bundesamt für Strassen die entsprechende Parzelle zu erwerben. Wollen wir preisgünstigen Wohnraum anbieten, ist es am besten, wenn wir Planung und Ausführung selbst übernehmen.» Das Projekt stammt von den Dolmus Architekten aus Luzern. Projektleiter ist der stellvertretende Geschäftsführer Franz Galliker.

Handlungsbedarf besteht – darüber herrscht in Eich breiter Konsens. «Die Informationsveranstaltung Anfang November hat gezeigt, dass die Zustimmung gross ist. Auch alle politischen Parteien – CVP, FDP und SVP – befürworten die Spillmatte.»

Bachmann verspricht: «Keine Steuererhöhung»

Ein solches Projekt bürgt für die Gemeinde ein gewisses Risiko. Die Projektkosten können bis zu 10 Prozent variieren. Bachmann relativiert: «Der Kaufpreis für das Land ist bereits fixiert. Wir haben zudem eine hohe Planungs- und Kostensicherheit, weil alle relevanten Fachplaner involviert sind.» Und der Gemeindepräsident verspricht: «Für das Projekt wird kein Franken Steuergeld verwendet.» Selbst im Falle, dass der Bau teurer würde, sei eine Steuererhöhung kein Thema. «Sämtliche Planungskosten und interne Aufwendungen werden auf das Projekt belastet oder sind bereits verrechnet.»

Man habe bewusst noch keine definitiven Verkaufspreise für die Wohnungen festgelegt. «Zunächst wollen wir die grossen Positionen vergeben.» Dazu gehöre etwa der aufwendige Aushub am steilen Hang oder die dementsprechend anspruchsvolle Baugrubensicherung. Angedacht sind provisorische Preise von 790'000 Franken für eine 3,5-Zimmerwohnung bis zu rund 1,1 Millionen Franken für 5,5 Zimmer.

Provisorische Preise unter dem Markt

Da künftige Eigentümer bereits zur Finanzierung beitragen, würde die Gemeinde auch deutlich weniger Fremdkapital aufnehmen, als die Projektkosten betragen. Bachmann ist sehr positiv gestimmt: «Wir sind heute dank einem kostenbewussten Umgang mit den provisorischen Verkaufspreisen deutlich unter dem Marktpreis.»

Bei einem Ja an der Urne wird der Gemeinderat das Land kaufen. Die Ausführungsplanung wird starten, die öffentlichen Ausschreibungen eingeleitet und die Verhandlungen mit den rund 20 Interessenten geführt. Baubeginn ist frühestens August 2019, Bezugstermin ab Herbst 2020 möglich.

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