Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Wohnungen auf dem Luzerner Eichwald-Areal sollen nicht allzu gross, dafür günstig sein

Das Siegerprojekt für die neue Überbauung der Genossenschaft EBG auf dem Luzerner Eichwald-Areal steht fest. Eine Hürde muss aber noch genommen werden.
Stefan Dähler
Visualisierung des Siegerprojektes «Charlotte». (Bild: PD)

Visualisierung des Siegerprojektes «Charlotte». (Bild: PD)

Rund 55 Wohnungen und 1000 Quadratmeter Gewerbefläche sollen auf dem Eichwald-Areal bei der Luzerner Allmend entstehen. Nun ist das Projekt einen Schritt weiter: Der Wettbewerb ist abgeschlossen, wie die Baugenossenschaft EBG mitteilt. Sie hat von der Stadt Luzern das Baurecht für das rund 4900 Quadratmeter grosse Areal erhalten (wir berichteten). Wettbewerbssieger ist das Projekt «Charlotte» des Generalplaners Blättler Dafflon Architekten AG Zürich. Dieser realisiert in Luzern auch das neue Schulhaus Staffeln. Insgesamt acht Projekte wurden eingereicht.

«Charlotte» sieht zwei viergeschossige Neubauten vor, die das Gelände gegen Norden, Osten und Süden abschliessen. «Dadurch entsteht ein grosser, verkehrsfreier Vorplatz, der von den Bewohnenden und den Gewerbetreibenden gut genutzt werden kann», heisst es in der Medienmitteilung. Dazwischen befindet sich das denkmalgeschützte, 1712 erbaute Salzmagazin, das neu genutzt werden soll. Noch überarbeitet würden Fragen der Veloparkierung und der Umgebungsgestaltung.

Qualität der Wohnungen gab Ausschlag

«Am Siegerprojekt überzeugt vor allem die Qualität der Wohnungen», sagt EBG-Präsident Philipp Ineichen. So gebe es ein grosses Entrée mit Einbauschränken und viel Stauraum dank Abstellkammern. Weiter verfüge praktisch jede Wohnung über einen Balkon mit Südlage.

Die Mieten sollen sich für Neubauten «im eher tiefen Preissegment bewegen». Das bedeutet zirka zwischen 1800 bis 1900 Franken für eine 4½-Zimmer-Wohnung. «Es werden keine Luxuswohnungen sein, die Quadratmeterzahl wird etwas tiefer sein als bei anderen Neubauten», so Ineichen. Für eine 4½-Zimmer-Wohnung sind beispielsweise rund 90 Quadratmeter vorgesehen. Geplant sind Wohnungsgrössen von 1½ bis 5½ Zimmern, Atelier-, sowie zwei Grosswohnungen mit rund 160 Quadratmetern.

Noch nicht ganz klar ist, wie das Salzmagazin genutzt werden soll. Ineichen:

«Denkbar sind Veloabstellplätze, eine Velowerkstatt, ein Bistro, Gemeinschaftsräume und allenfalls auch Coworking-Plätze im Obergeschoss.»

Ein konkretes Konzept müsse aber noch in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erstellt werden.

Bereits bekannt war, dass die Siedlung so gut wie autofrei sein wird. Konkret sind zwölf Parkplätze für Anlieferung, Mobility und Besucher vorgesehen.

Abstimmung ist noch nötig

Die rund 2800 EBG-Mitglieder müssen das Projekt mittels Urabstimmung noch gutheissen. Diese soll im ersten Halbjahr 2020 stattfinden. Die Kosten würden im Vorfeld der Abstimmung kommuniziert. Sofern die Mitglieder einverstanden sind, starten die Bauarbeiten voraussichtlich 2021, der Bezug ist 2023 geplant. Die Chancen für ein Ja dürften gut stehen. Der Baurechtsvertrag wurde vor rund einem Jahr von den Genossenschaftern klar mit 92 Prozent Ja-Stimmen bewilligt.

Vom 15. bis 18. November werden die acht eingereichten Projekte im Laboratorium an der Sternmattstrasse 3 in Luzern der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Vernissage ist am Sonntag, 17. November, um 18 Uhr.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.