EIDGENÖSSISCHES MUSIKFEST IN MONTREUX: Schüpfheim verteidigt den Titel

Das Blasorchester Siebnen ist die Königin der Schweizer Harmonien. Die Schwyzer übertrafen am Eidgenössischen Musikfest in Montreux etwa die Concordia Freiburg und das Sinfonische Blasorchester Bern. Schüpfheim verteidigt den Titel.

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Die Musikgesellschaft Schüpfheim im Wettspiellokal Casino in Montreux. (Bild Keystone / Laurent Gilliéron)

Die Musikgesellschaft Schüpfheim im Wettspiellokal Casino in Montreux. (Bild Keystone / Laurent Gilliéron)

An diesem ersten Wochenende haben sich die Harmonien der Höchstklasse und der 1. Klasse gemessen. Gemäss Angaben der Veranstalter geht das Schwyzer Blasorchester Siebnen als Königin der Schweizer Harmonien hervor. Mit 96.33 Punkten (max. 100) beim Aufgabestück «Guernica» von Jean-François Michel und 95.67 Punkten beim Selbstwahlstück (Total: 192) landeten die Schwyzer vor der Concordia de Fribourg (95.00+95.00=190.00) und dem Sinfonisches Blasorchester Bern (93.67+95.00=188.67). Im Wettbewerb der Höchstklasse – die prestigeträchtigste Kategorie der Wettspiele – traten fünfzehn Formationen an.

Das Eidgenössische Musikfest in Montreux-Riviera habe sämtliche Rekorde geborchen, heisst es in der Mitteilung. Am letzten Eidgenössischen in St. Gallen traten 523 Musikgesellschaften zum Wettspiel an; heuer seien es 556 Teilnehmer gewesen. Dies entspreche einer Zunahme von 6% (+33 Konkurrenten). Seit dem Jahre 2006 hielt die Stadt Luzern mit 537 Gesellschaften den Teilnehmerrekord.

Titel gehen auch in den Kanton Luzern

In der 1. Klasse Harmonie mit 53 Konkurrenten fanden die Wettbewerbe in vier verschiedenen Lokalen statt. Wie die Veranstalter mitteilen, gingen die Titel an die MG Konkordia Egerkingen (SO/95.00+98.33=193.33), die Stadtmusik Biel/Bienne (BE/97.00+95.00=192.00), die Musikgesellschaft Schüpfheim (LU/95.67+95.00=190.67) und die MG Echo Raronia Raron & St. German (94.00+96.33=190.33).

Auch Luzerner beim Parademusik-Wettbewerb

Trotz des unsicheren Wetters konnte der Parademusik-Wettbewerb (fast) normal abgewickelt werden. Abhängig von den verschiedenen Paradestrecken, Jurys und Besetzungen ergeben sich folgende Gewinner (das Maximum ist jeweils 100 Punkte): Der Musikverein Harmonie Oberriet (SG/H1/91.00), der Musikverein Zürich-Höngg (ZH/H1/89.33), die Gérinia Marly (FR/HExc/91.33), die Musikgesellschaft Kriessern (SG/H1/89.67), die MG Konkordia Aedermannsdorf (SO/B2/92.33), die Uniun da musica de Sagogn (GR/B2/91.33), die Echo de la Vallée de Val-d'Illiez (VS/B2/87.00), die MG Schwarzenbach (LU/B3/91.33), ldie Echo du Rawyl d’Ayent (VS/B2/90.67), die Musikgesellschaft Bannwil (BE/F4/87.00), die Cécilia d’Ardon (VS/F3/83.00), La Lyre de Monthey (VS/F4/82.00) und die Edelweiss Martigny-Bourg (VS/F2/85.00). Bei den Auftritten mit Evolutionen gingen die Titel an die Feldmusik Hochdorf (LU/H1/ 94.67) und die MG Konkordia Mels (SG/H1/95.00). 

Unterhaltungsmusik: Vernier behält seinen Titel

Bei der Unterhaltungsmusik behält die Musique municipale Vernier (GE) ihren Titel in der Mittelstufe. Sie setzte sich im Finale gegen die Solothurner Concert Band Langendorf durch. Die Genfer Musiker bestätigten damit ihren Sieg von vor fünf Jahren in St. Gallen. Im Wettbewerb, bei dem die Show im Zentrum steht, treten die besten Formationen der provisorischen Rangliste in einem Cup-System mit Halbfinale und Finale gegen einander an.


Die Rangliste aller Wettbewerbe finden Sie hier.

 
pd/kst