Eier tütschen und die Meinung sagen

Beim Eiertütschen geraten Leser und Redaktoren unserer Zeitung eifrig ins Diskutieren. Gewisse Passanten gingen mit einer besonderen Strategie in den Kampf.

Drucken
Teilen
Redaktoren der Neuen Luzerner Zeitung verteilen beim Kornmarkt in Luzern Ostereier an die Passanten. Hier tütscht Erika Hunkeler mit Stefan Roschi. (Bild: Corinne Ganzmann/Neue LZ)

Redaktoren der Neuen Luzerner Zeitung verteilen beim Kornmarkt in Luzern Ostereier an die Passanten. Hier tütscht Erika Hunkeler mit Stefan Roschi. (Bild: Corinne Ganzmann/Neue LZ)

«Unsere Chefs sind unsere Leserinnen und Leser», sagt Thomas Bornhauser, Chefredaktor der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben. Und deshalb sei es wichtig, zu den Kunden den Kontakt zu pflegen. «Gerade bei einem Eiertütschen kann man sehr persönlich und unmittelbar Rückmeldungen der Leser bekommen», sagt Bornhauser. Tatsächlich nutzten gestern Vormittag zahlreiche Passanten die Gelegenheit, um auf dem Luzerner Kornmarkt am Stand der «Neuen Luzerner Zeitung» ein Ei gegen ein anderes zu tütschen und anschliessend mit Mayonnaise und Aromat zu verspeisen. Über 1000 blau gefärbte Eier wurden gleich vor Ort konsumiert oder mitgenommen. Bei den Lesern war besonders der FC Luzern ein grosses Thema. «Der FCL ist allgegenwärtig», sagt Bornhauser.

Gesichter hinter Artikel

Ueli Kaltenrieder, Leiter Lesermarkt der «Neuen Luzerner Zeitung», ist überrascht, wie viele Personen trotz des schlechten Wetters sich am Stand einfanden. Auch bei ihm hätten viele Abonnenten ihre Anliegen deponieren können. «Dabei habe ich viel gutes Feedback bekommen», sagt Kaltenrieder. Einer dieser Abonnenten ist Franz Renggli (54) aus Luzern. «Ich finde das Eiertütschen eine originelle Idee. Hier zeigt sich die Zeitung volksnah», sagt Renggli. Er schätze es, dass er sich nun beim Lesen der Artikel die Gesichter hinter den Namen vorstellen kann. «Dadurch erhält man einen ganz anderen Bezug zum Artikel.» Auch Verena Banz (66) aus Luzern findet das Eiertütschen eine gute Idee. «Da kann man angeregt diskutieren und Spass haben.» Banz tütschte ebenfalls fleissig mit. Dabei hatte sie eine besondere Strategie. «Ich habe dem Ei gut zugeredet, dass es nicht kaputt gehen soll.» Mit Erfolg.

Redaktoren der Neuen Luzerner Zeitung verteilen beim Kornmarkt in Luzern Ostereier an die Passanten. Hier Vreny Trümpy aus Ebikon mit Jérôme Martinu. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
10 Bilder
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ

Redaktoren der Neuen Luzerner Zeitung verteilen beim Kornmarkt in Luzern Ostereier an die Passanten. Hier Vreny Trümpy aus Ebikon mit Jérôme Martinu. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Lachs am Ostersonntag

Nicht nur auf Eier, sondern auf ein ganzes Oster-Menü freut sich Hildegard Waldispühl (67) aus Luzern. «Wir sind bei meiner Schwester eingeladen und werden gemeinsam kochen.» Beim gemütlichen Zusammensein werden dabei Lachs, Spargeln und Erdbeeren verspeist.

Zu viel Cholesterin?

Beim Tütschen hörte man vielfach den Satz, dass man wegen des Cholersterinspiegels lieber nicht so viele Eier essen sollte. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, stimmen tut er jedoch nicht. Zwar enthalten Eier tatsächlich viel Cholesterin. Heute weiss man aber, dass Cholesterin in der Nahrung nur einen kleinen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut hat. Ein Ei enthält durchschnittlich 137 Kilokalorien, besteht aus 12,9 Gramm Protein, 1,5 Gramm Kohlenhydrate sowie aus 9,3 Gramm Fett.

Andreas Bättig