EIGENTHAL: Siegerprojekt für Hergiswaldbrücke steht fest

«Christopherus» soll künftig Autofahrer und Passanten sicher über den Renggbach Richtung Eigenthal geleiten. Dies als Ersatz für die historische, nicht mehr genügend belastbare Holzbrücke.

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Modell von «Christopherus», hinten die frühere Brücke. (Bild pd)

Modell von «Christopherus», hinten die frühere Brücke. (Bild pd)

Aus einer Palette von Vorschlägen hat die Wettbewerbsjury mit Vertretern der Gemeinde sowie mit Experten jetzt das Projekt «Christophorus» bestimmt (Bauingenieur: Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH, Wolfwil, Architektur: Ilg Santer Architekten GmbH, Zürich). Besonderes Merkmal des Siegerprojektes ist, dass die 9.10 Meter breite Fahrbahnplatte in Holz-Beton-Verbundbauweise durch zwei schlanke,vorgespannte Betonzugglieder gestützt werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Diese Unterspannung nimmt den Bogen im Ausschnitt der historischen Brücke auf. Mit dieser Bauart könnten grosse Teile der Brücke im Werk vorgefertigt werden. Vor Ort würden diese zusammengesetzt und von einem Pneukran an die definitive Lage eingehoben, was aufwändige Hilfskonstruktionen über das Bachbett ersparen würde. Die seitlich sichtbaren Brückengeländer werden der Umgebung angepasst ebenfalls aus Holz hergestellt.

Kosten von 3 Mio. veranschlagt
Mit dieser leichten Bauweise, so war die Jury überzeugt, bildet die neue Brücke keine Konkurrenz zur historischen Brücke. Vielmehr nimmt sie deren Elemente geschickt auf, dokumentiert ihre Entstehung in der Neuzeit und bildet durch den gestalterischen Kontrast ein neues Gesamtensemble. Das Siegerprojekt wird jetzt die Grundlage bilden für einen entsprechenden Kreditantrag (gerechnet wird mit Kosten von 3 Mio. Franken), der dem Krienser Einwohnerrat im kommenden Herbst/Winter unterbreitet wird. Der Start der Bauarbeiten ist dann für Frühling 2010 vorgesehen.

Entlastung für Brücke von 1791
Das «Christophorus»-Projekt ging aus einem Ingenieurwettbewerb hervor, den die Gemeinde Kriens im Einladungsverfahren durchgeführt hatte. Dabei sollten Vorschläge entwickelt werden, wie rund 60 Meter bachabwärts von der heutigen, historischen Holzbrücke über den Renggbach eine neuen Strassenbrücke gebaut werden könnte. Nötig wird der Bau, weil die alte Brücke unter dem zunehmenden Verkehr offensichtlich zunehmend Schaden nimmt. Die Brücke aus dem Jahr 1791 soll deshalb vom Durchgangsverkehr (insbesondere auch von den schweren und grossen Postautos) entlastet werden. Sie wird zukünftig nur noch den Fussgängern für das Überqueren des Renggbaches zur Verfügung stehen.

scd

HINWEIS
Die Planunterlagen aller eingereichten Projekte (inkl. Siegerprojekt «Christophorus») sind vom 19. Juni bis 5. Juli in einer öffentlichen Ausstellung einsehbar. Interessierte finden die Unterlagen im Untergeschoss des Lichthofs im Alters- und Pflegeheim Zunacher 2 (Horwerstrasse 35, Kriens, geöffnet von 7.30 bis 19 Uhr).


                                  Visualisierung der geplanten neuen Brücke. (Bild pd)