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Nach 16 Jahren Pause: Eigenthaler Bergchilbi ist zurück

Der Jodlerklub Bärgfründe ist 40 Jahre alt und feiert den Geburtstag auf spezielle Weise: Er lässt die traditionelle Eigenthaler Bergchilbi in einem Singspiel wieder aufleben. Dabei wird gesungen – und geschwungen.
Monika van de Giessen
Der Jodelclub Bärgfründe probt in der Mehrzweckhalle für das Singspiel Eigenthaler Bärgchöuibi. (Bild: Eveline Beerkircher (Schwarzenberg, 9. Oktober 2018))

Der Jodelclub Bärgfründe probt in der Mehrzweckhalle für das Singspiel Eigenthaler Bärgchöuibi. (Bild: Eveline Beerkircher (Schwarzenberg, 9. Oktober 2018))




Der Jodlerklub Bärgfründe Schwarzenberg hat sich zu seinem 40. Geburtstag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Unter dem Motto «Eigenthaler Bärgchöuibi» erlebt eine der wohl bekanntesten Bergchilbi in einem Singspiel ein Revival. Die Uraufführung enthält alles, was zu einer urchigen Chilbi gehört. «Es war nicht meine Absicht, mit dem Singspiel die traditionelle Bergchilbi zu kopieren. Vielmehr wollte ich Erinnerungen wecken und aufzeigen, wie es war», verrät Markus Egli, Autor des Singspiels und seit sechs Jahren Dirigent des Jodlerklubs Bärgfründe Schwarzenberg.

Die Umsetzung auf die Bühne der Mehrzweckhalle in Schwarzenberg ist ihm gelungen. Dazu André Husistein, Präsident des Jodlerklubs Bärgfründe: «Der Gedanke, die Eigenthaler Bergchilbi auf die Bühne zu bringen, wurde von allen gemeinsam getragen. Aus Konzertbesuchern werden nun Chilbibesucher.»

«Bärgchöuibi passt in unsere Gegend»

Markus Egli wollte zum 40. Geburtstag des Jodlerklubs kein Nullachtfünfzehn-Programm, sondern etwas Spezielles, verriet er uns. Dabei dachte der Jodler, Dirigent und Komponist aus Ruswil an die Eigenthaler Bergchilbi. «Sie passt in unsere Gegend», argumentiert dieser. Bei der Umsetzung musste der Autor darauf achten, dass alle Sparten dieses legendären Anlasses abgedeckt werden. So spielt an den vier Konzerttagen die Ländlerkapelle Urnergmüet zum Tanz auf. 17 Kinder vom Jugendchor Schwarzenberg (Leitung Sabine Lochstampfer, Eigenthal) singen und bringen sich aktiv ins Chilbigeschehen ein.

Zudem wird die Bühne Schauplatz eines attraktiven Bergschwingets. Nicht weniger als 14 bekannte, noch aktive Kranzschwinger greifen im Sägemehl zusammen und schwingen um den begehrten Bergkranz. Man erzählt sich, dass früher die Eigenthaler Älpler mit den männlichen Besuchern aus der Stadt nicht gerade zimperlich umgingen. Auf der Theaterbühne in Schwarzenberg sind es die beiden Älpler Sepp (René Hunkeler) und Bänz (Fabian Buholzer), die den Städtern unmissverständlich klar machen, was im Eigenthal bezüglich «Frauen-Anmache» Brauch und Ordnung ist. Wer sich nicht daran hält, wird kurzerhand unsanft in den Dorfbrunnen getaucht.

Das Singspiel ist in drei Teile gegliedert; Chöuibitanz am Samstagabend; Chilbibetrieb und Bärgchöuibischwinget. Passend zum jeweiligen Teil werden Jodellieder und Naturjodel ins Geschehen integriert. Der Jodlerklub Bärgfründe zeigt sich dabei von seiner besten Seite.

Früher ein Begriff in der Szene

Die Eigenthaler Bergchilbi geht auf das Jahr 1943 zurück. Sie war bis zu ihrem Ende im Jahr 2002 ein Begriff in der Jodler- und Ländlermusikszene. Organisiert wurde sie jeweils von der Stadtluzernischen Jodlervereinigung. Dieser gehörten in ihren Glanzzeiten nicht weniger als neun Jodlerklubs der Stadt Luzern an. Während rund 30 Jahren war der Horwer Volksmusiker Hans Aregger Dirigent der Vereinigung.

Wegen fehlendes Nachwuchses und des daraus resultierenden städtischen Klubsterbens fand die Eigenthaler Bergchilbi letztmals 2002 statt. Doch jetzt hat das Eigenthal seine Bergchilbi wieder.

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