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Ein Blick zurück: Die Luzerner Gemeinde mit der Schlossinsel wird 200-jährig

Am 8. Mai 1819 wurde Mauensee zur eigenständigen Gemeinde. Wir blicken zurück auf die Geschichte der Gemeinde und das Leben ihrer Bewohner.
Zéline Odermatt

Das Dörfchen westlich von Sursee feiert einen hohen Geburtstag. Mauensee wird 200 Jahre alt. «Am 8. Mai 1819 verordnete die Luzerner Regierung die Vereinigung der Dreizelgendörfchen Mauensee, Kaltbach und Bognau zu einer eigenen Steuerbriefgemeinde. Die Vereinigung der drei Ortschaften beinhaltete die Übernahme des Armenwesens durch die neue Steuerbriefgemeinde und damit die Gründung der politischen Gemeinde Mauensee», schreibt die Gemeindepräsidentin Esther Zeilinger im Vorwort des Jubiläumsbuchs «200 Jahre Mauensee».

Das Schloss Mauensee im 17. Jahrhundert. Kupferstich von Caspar Merian. (Bild: Privatbesitz Franz Peter/ Mauensee)

Das Schloss Mauensee im 17. Jahrhundert. Kupferstich von Caspar Merian. (Bild: Privatbesitz Franz Peter/ Mauensee)

Der Mauensee wurde bereits früh (1184/1190) als «Moginse» in Urkunden des Klosters Engelberg erwähnt. Erste Zeugnisse einer Burg stammen aus dem 13. Jahrhundert. Unsicher ist, ob diese 1388 von Truppen zerstört worden ist, jedoch gelangte der See und die Insel im Jahre 1455 an Luzern. In späteren Jahren wechselte das Landgut jedoch mehrere Male den Besitzer. Das heutige Schloss wurde 1605 von Schultheiss Michael Schnyder von Sursee errichtet. 1942 übernimmt mit Karl von Schumacher, dem Gründer der Wochenzeitung «Die Weltwoche», wiederum eine Luzerner Patrizierfamilie das Schloss. Das Gebäude befindet sich heute im Privatbesitz der Familie Sigg.

Das Schloss hier um 1980 ohne Kapelle, Ecktürme und Umfassungsmauer. Diese wurden sehr wahrscheinlich Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen. (Bild: Gemeinde Mauensee/ Archiv Markus Lischer)

Das Schloss hier um 1980 ohne Kapelle, Ecktürme und Umfassungsmauer. Diese wurden sehr wahrscheinlich Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen. (Bild: Gemeinde Mauensee/ Archiv Markus Lischer)

Die 1723 als Schlosskapelle erstmals erwähnte St.-Elogius-Kapelle wurde gemäss dem Historischen Lexikon der Schweiz 1823 ins Dorf verlegt und nach dem Dorfbrand von 1849 neu erbaut. 1819 wurde die politische Gemeinde wie oben erwähnt gegründet. Die Landwirtschaft blieb für das Dorf bedeutend. Noch 2005 stellte der 1. Sektor mehr als ein Drittel der Arbeitsplätze in Mauensee.

Es folgen Bilder aus der Ausstellung im Spritzenhaus in Mauensee und dem Jubiläumsbuch, das vom ehemaligen Gemeindepräsidenten Franz Peter geschrieben wurde. Ein Teil der historischen Bilder wurden von Werner Mathis beigesteuert oder recherchiert.

Flugbild um 1930. (Bild: Privatarchiv Leoni Marbach, Mauensee)

Flugbild um 1930. (Bild: Privatarchiv Leoni Marbach, Mauensee)

Obstbauverein Sursee und Umgebung 1922. (Bild: Archiv Franz Tschopp/ Gemeinde Mauensee)

Obstbauverein Sursee und Umgebung 1922. (Bild: Archiv Franz Tschopp/ Gemeinde Mauensee)

Versammlung der «NIGRA» Bienenköniginnen Zucht-Familie. (Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

Versammlung der «NIGRA» Bienenköniginnen Zucht-Familie. (Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

(Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

(Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

St. Nikolausgruppe ca. 1930. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

St. Nikolausgruppe ca. 1930. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Im Jahr 1933 verabschiedete sich die Bevölkerung von Mauensee vom alten Schulhaus Dorf. Eröffnet wurden die Feierlichkeiten beim alten, vor 1818 erbauten, ersten Schulhaus (Bild unten) «durch die Feldmusik Knutwil und mit einem weihevollen Abschiedsgesang durch die beglückte Schülerschar.» (Jubiläumsbuch)

(Bild: Gemeindearchiv Mauensee)

(Bild: Gemeindearchiv Mauensee)

Schulunterricht (damals noch in privaten Häusern, gab es in Mauensee seit 1806. Als Schulmeister amtete 1814 der Junglehrer Josef Tschopp. Auszug aus dem Jubiläumsbuch:

«Seine ihm meistens über den Kopf gewachsenen Schüler respektierten ihn so wenig, dass sie ihn einst gerade vor dem Besuch des Kammerers Meier in einen Kasten sperrten.»

Der Visitator habe sich vergebens nach dem Lehrer umgesehen, bis ein Begleiter den beängstigten Lehrer aus dem Schrank befreit habe. Der Junglehrer wurde darauf entlassen.

Eine Schulklasse in Mauensee. (Bild: Archiv Antoinette Frei/ Gemeinde Mauensee)

Eine Schulklasse in Mauensee. (Bild: Archiv Antoinette Frei/ Gemeinde Mauensee)

Eisabbau am Mauensee. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Eisabbau am Mauensee. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Eine Feuerwehrübung. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Eine Feuerwehrübung. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Altes Bauernhaus Familie Troxler. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Altes Bauernhaus Familie Troxler. (Bild: Archiv Jost Troxler/ Gemeinde Mauensee)

Ein Autounfall bei der Kurve Waldheim. Rechts ein Ford Taunus, genannt «Badewanne». Links ein Porsche 356 Cabriolet, höchstwahrscheinlich aus dem Jahr 1959. (Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

Ein Autounfall bei der Kurve Waldheim. Rechts ein Ford Taunus, genannt «Badewanne». Links ein Porsche 356 Cabriolet, höchstwahrscheinlich aus dem Jahr 1959. (Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

Die Einweihung der neuen Schulanlage 1988. (Bild: Gemeindearchiv Mauensee)

Die Einweihung der neuen Schulanlage 1988. (Bild: Gemeindearchiv Mauensee)

Der Campingplatz Waldheim. (Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

Der Campingplatz Waldheim. (Bild: Archiv Christian Koch/ Gemeinde Mauensee)

Herzlichen Dank

Dankeschön an die Gemeinde Mauensee und Werner Mathis für die Recherche der historischen Bilder. Weitere Daten zum 200-jährigen Jubiläum:

  • Samstag, 15. Juni: Jubiläumswanderung (Anmeldung notwendig)
  • Samstag, 21. September: Jubiläumsfeier mit Unterhaltung, Festbetrieb und Konzerten
  • Mittwoch, 11. Dezember: Abschlussapéro der Jubiläumsanlässe im Anschluss an die Gemeindeversammlung.

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