Ein Dank an alle Helfer: Corona-Sonnenblumen blühen nun im Kanton Luzern

In Ruswil ist im Frühling während des Shutdowns eine Idee geboren, wie man allen Helferinnen und Helfern während der Coronakrise danken kann. Durch den Schweizer Bauernverband wurden mittlerweile in der ganzen Schweiz Sonnenblumen angepflanzt.

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Bild: PD

(fmü) Als Zeichen des Dankes und der Solidarität gegenüber allen Helferinnen und Helfern während der Coronakrise haben Bäuerinnen und Bauern im Frühling Sonnenblumen an Feld- und Strassenrändern gesät. In diesen Tagen blühen sie in voller Pracht. Entweder in Gruppen oder in Reihen, einige sind mit einer kleinen Dankestafel versehen.

Entstanden ist die Idee im Kanton Luzern – und zwar in Ruswil im Homeoffice. Theres Hirsiger überlegte sich, wie sie ihren Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen bei der Spitex für ihren Einsatz danken könnte. «Die Idee dahinter war, dass die Sonnenblumen blühen, wenn die Coronakrise vorbei ist. Dieser Fall ist nun leider nicht eingetroffen – trotzdem soll ein Dank ausgesprochen werden», sagt die Assistentin Geschäftsleitung. «Denn die Arbeit mit engem Kontakt zu Menschen der Risikogruppe, verstärkten Hygienemassnahmen, veränderten Arbeitszeiten und gestaffelte Pausen erfordert Höchstleistungen.» Sie erzählt ihrer Nachbarin, Conny Bucher, von der Idee, die im Vorstand des Bäuerinnen- und Bauernverbands ist. Kurzerhand wurde das Projekt im Verein lanciert.

«So hat das Pflanzen von Sonnenblumen schnell grosse Kreise gezogen.»

Das Saatgut stellten die Landi Luzern-West, Samen Mauser, Landi Sursee und Landi Zofingen gratis zur Verfügung. Nach einiger Zeit ist der Schweizer Bauernverband auf das Projekt aufmerksam geworden und rief mittels Medienmitteilung die Bauernfamilien in der ganzen Schweiz zum Säen von Sonnenblumen auf. «Vorher hatten wir rund hundert Anmeldungen von Familien, die Sonnenblumen pflanzen möchten. Mittlerweile könnten es über tausend sein», so Hirsiger.

Bild: PD

Für einen Preis nominiert

Unter anderem dank ihrer Idee wurde das Dorf als eines von zwölf als «Schweizer Dorf des Jahres» nominiert. Dabei geht es um «bemerkenswerte Initiativen und Projekte aus der Bevölkerung oder dem Gewerbe, den Vereinen oder Behörden». Bis zum 1. September kann auf www.dorfdesjahres.ch noch abgestimmt werden. Für das Gewinnerdorf wird ein Fest organisiert.