Ein freudiges Ende: Stadt Luzern bewilligt Marronistand bei der Matthäuskirche

Jetzt ist klar: Ursula Gabriel kann den Marronistand bei der Matthäuskirche heuer und auch die nächsten Jahre betreiben.

Yasmin Kunz
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Ursula Gabriel kann den Marronistand bei der Matthäuskirche in der Stadt Luzern weiterhin betreiben.

Ursula Gabriel kann den Marronistand bei der Matthäuskirche in der Stadt Luzern weiterhin betreiben.

Bild: Dominik Wunderli (18. Dezember 2019)

Nun wendet sich das Blatt zum letzten Mal: Ursula Gabriel (64) kann den Marronistand auf dem Platz bei der Matthäuskirche an der Hertensteinstrasse bis Ende Saison betreiben. Die Stadt Luzern hat gestern die Baubewilligung erteilt. Dies bestätigt Markus Hofmann, Bereichsleiter Baugesuche der Stadt Luzern, auf Anfrage unserer Zeitung. «Die Stadt Luzern hat eine unbefristete Baubewilligung erteilt.» Das heisst: Während der Marronisaison von Oktober bis März darf nun dort auf unbefristete Zeit ein Marronistand aufgebaut werden.

Ursula Gabriel, die seit mehr als 40 Jahren im Marronigeschäft tätig ist, freut sich sehr. «Ich bin überglücklich. Es ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.» Es ist ihr ein grosses Anliegen, «allen Kunden, die mir dafür die Daumen gedrückt haben, ein grosses Dankeschön auszusprechen».

Reformierte Kirche bot ihr den Platz an

Damit geht ein langes Hin und Her zu Ende. Rückblick: Gabriel, die jahrelang den Stand bei der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse geführt hatte, verlor im Herbst vergangenen Jahres den Zuschlag für diesen Platz. Eingesprungen ist daraufhin die Reformierte Kirche der Stadt Luzern. Sie hat Gabriel angeboten, auf dem Platz just vor der Matthäuskirche ihren Stand zu errichten. Auf Privatgrund also. Der Haken an der ganzen Sache: Für diesen Platz wäre eine Baubewilligung der Stadt Luzern nötig gewesen. Davon erfuhr Ursula Gabriel allerdings erst im Juli dieses Jahres, wie sie sagte. Und weil ein derartiges Verfahren zwischen drei und vier Monate beanspruchen kann, hat sie sich vorerst entschieden, kein Gesuch einzureichen. Später dann hat sie das nachgeholt.

Die anderen Marronistandplätze benötigen keine Bewilligung

Den Stand konnte sie trotzdem für einen Monat betreiben. Denn für diese Zeitspanne braucht es keine Bewilligung. Diese Frist wäre theoretisch am 13. November abgelaufen. Die Stadt Luzern ist der Marronibraterin jedoch entgegengekommen und hat sie den Stand bis zum gestrigen Entscheid betreiben lassen. «Dieses Vorgehen finde ich sehr kulant», so Ursula Gabriel. Für die anderen vier Marronistandplätze in der Stadt Luzern – Unter der Egg, am Mühlenplatz, auf der Seebrücke und beim Löwenplatz – sind keine Bewilligungen nötig. Markus Hofmann von der Stadt Luzern begründet das mit der Langjährigkeit dieser Standplätze. Zudem weist er darauf hin, dass der Ort vor der Kirche ein spezieller Platz in der Altstadt sei.

Für Ursula Gabriel ist klar: Auch nächste Saison will sie weiterhin Marroni braten und verkaufen. Am neuen Stand fühlt sich die Krienserin «sehr wohl». Sie sagt: «Es ist etwas weniger laut als an der Pilatusstrasse und es herrscht etwas weniger Betrieb – das passt mir ganz gut.»