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Ein grosser Scherbenhaufen

Robert Knobel zum zerzausten Car-Konzept der Stadt Luzern.
Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region.

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region.

Die Erweiterung der Car-Parkplätze im Brüelmoos ist vom Tisch. Mit diesem Entscheid hat das Stadtparlament den Kern des stadträtlichen Car-Konzepts ausgehöhlt. Was nun an konkreten Massnahmen noch übrig bleibt, sind drei zusätzliche Parkplätze im Alpenquai und die Einführung eines Verkehrsmanagements für Cars.

Nach dem Nein zum Parkhaus Musegg wollte der Stadtrat mit kurzfristigen – rasch realisierbaren –Massnahmen dafür sorgen, die blockierte Situation in Sachen Car-Parkierung zu lösen. Doch der Befreiungsschlag ist gewaltig misslungen. Die 20 zusätzlichen Car-Parkplätze im Brüelmoos hatten auch deshalb einen schweren Stand, weil man gleichzeitig über ein carfreies Inseli diskutierte. Die Anwohner im Brüelmoos sollten mehr Lärm und Gestank ertragen – während gleichzeitig auf der anderen Seeseite ein idyllischer Stadtpark entstehen soll.

Der Stadtrat unterschätzte den starken Widerstand aus dem Seeburg-Quartier, dem sich die Mehrheit des Parlaments nun anschloss. Dass ausgerechnet die rechte Ratsseite die neuen Parkplätze bodigte, hat aber auch taktische Gründe: Damit halten FDP und SVP den Druck für ein neues Parkhaus Musegg weiter hoch.

Der Bedarf an zusätzlichen, rasch verfügbaren Car-Parkplätzen ist aber nach wie vor gegeben. Nach dem Wegfall der Erweiterung im Brüelmoos kommen nun Standorte ins Spiel, die im stadträtlichen Car-Konzept erst ansatzweise erwähnt werden: Ibach, Mattenhof und Grosshof. Hier gibt es aber noch viele Fragezeichen. Die Politik ist jetzt in der Pflicht, die Touristencars nicht immer nur als lästiges Übel aus der Stadt verbannen zu wollen, sondern rasch eine vernünftige Lösung zu finden, die der zentralen Bedeutung dieser Cars für die Stadt Luzern gerecht wird.

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region Luzern

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

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