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Ein «Grossmaul» folgt auf die Bar Blue an der Luzerner Pilatusstrasse

Das ehemalige «Blue» in der Stadt Luzern ist geschlossen. «Blau ist nicht mehr angesagt», so die nüchterne Erkenntnis der Verantwortlichen. Ab Freitag wollen sie nun im «Boca Grande» die Gäste mit extravagantem Interieur und noch ausgefalleneren Cocktails überraschen.
Ines Häfliger
Patrick Elmiger und Céline Doser-Karli im «Boca Grande». Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Oktober 2018)

Patrick Elmiger und Céline Doser-Karli im «Boca Grande». Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Oktober 2018)

Rote Samtvorhänge, opulente goldene Verzierungen, ein Bartresen aus Zinn – die neue Bar «Boca Grande» an der Luzerner Pilatusstrasse 15 entführt die Besucher in eine andere Welt. Am Tresen hat man die Qual der Wahl: Die Piña Colada im Papageienbecher und der mit Zuckerwatte garnierte Einhorn-Cocktail schauen auf jeden Fall hübsch aus. Der 1,5-Liter-Drink hingegen ist dann doch nur etwas für die ganz Durstigen, passt aber ins Konzept: «Boca Grande» bedeutet übersetzt «grosses Maul».

Die Idee für den Namen und das Konzept stammen von Urs Karli. Nebst dem «Boca Grande» besitzt der Luzerner Gastrounternehmer drei Hotels – unter anderem das Astoria – sowie je vier Restaurants und Barbetriebe. Alle seiner Lokale liegen in unmittelbarer Nähe in der Neustadt. So grenzt das «Boca Grande» direkt an den grossen Bruder «Pacifico», ein mexikanisches Restaurant. Man profitiere so von der Rotation der Gäste, sagt Céline Doser-Karli, Marketingverantwortliche und Tochter des Hoteliers. Die Lokale würden sich daher nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen.

Es darf weiter geraucht werden

Genauso individuell wie das Angebot ist die Ausrichtung der Betriebe. Jedes der Lokale verfolgt akribisch einen roten Faden. Das «Boca Grande» will die Bargäste betören – gleichzeitig aber auch ein wenig verstören. So bilden die darin hängenden Gemälde keine klassischen Schönheiten ab, sondern katzenartige Frauen mit grellen Augen und fahlem Teint. Bei den Bildern handelt es sich um Replikate jener Werke, die Urs Karli während seiner Auslandreisen besonders ins Auge gestochen sind.

Ikea-Möbel sucht man hier vergebens: Die Lampen sind eine Spezialanfertigung aus der Türkei, auch der Perserteppich stammt selbstverständlich nicht aus einem beliebigen Einrichtungshaus. Doch das extravagante Interieur täuscht: «Eine High-End-Bar ist das ‹Boca Grande› nicht», betont Eventmanager und «Penthouse»-Geschäftsführer Patrick Elmiger. Auch die vorherige Bar «Blue» hätte die breite Masse angesprochen. Die Stammgäste legten nicht nur Wert auf faire Preise, sondern auch auf die Möglichkeit, im Lokal zu rauchen. Daher darf in der neuen Bar weitergequalmt werden.

«Das Nachtleben
ist rückgängig.»

Patrick Elmiger, Geschäftsführer

Wenn die Zielgruppe dieselbe bleibt: Wieso musste das «Blue» dann eigentlich dem «Boca Grande» weichen? «Blau ist nicht mehr angesagt», lautet Patrick Elmigers nüchterne Antwort. Daher setzt das «Boca Grande» mit warmen Goldtönen einrichtungsmässig auf ein Kontrastprogramm zum «Blue». Nicht nur die Präferenzen bezüglich der Einrichtung, auch die Ansprüche an die Getränke hätten sich verändert, so Elmiger: «Die Leute wissen heute dank Instagram und Youtube, was in einen Mojito gehört. Qualitativ hochwertige Spirituosen sind daher gefragt.»

Luzern sei ein hartes Pflaster für Gastrobetriebe. «Insbesondere das Nachtleben ist rückgängig», sagt Patrick Elmiger. Die Gastronomie müsse daher flexibel auf neue Trends reagieren. «Ansonsten bleiben die Gäste weg», ergänzt Céline Doser-Karli. Das Erfolgsrezept sei einfach: «Die Abwechslung sollen sie nicht bei der Konkurrenz, sondern bei uns finden.»

Hinweis: Das «Boca Grande», Pilatusstrasse 15, eröffnet am Freitag um 17 Uhr.

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