Ein Hochwasserdamm für Menznau

Das Hochwasser des Rickenbachs soll künftig in Menznau weniger Schäden anrichten. Der Kantonsrat hat mit 99 zu 0 Stimmen einen Kredit von 3,9 Millionen Franken gesprochen.

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Der Rickenbach tritt über die Ufer, hier am 9. Juni 2007. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Der Rickenbach tritt über die Ufer, hier am 9. Juni 2007. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Im Siedlungsgebiet von Menznau gibt es alle fünf bis zehn Jahre Schäden, die der Rickenbach bei Hochwasser verursacht. Mit den geplanten Massnahmen sind Schäden statistisch gesehen nur noch alle hundert Jahre zu erwarten.

Kernstück des geplanten Hochwasserschutzes ist ein homogener Erdwall von rund zehn Metern Höhe, welcher geschwungen über eine Breite von 65 Metern quer zum Tal aufgeschüttet wird. Der Damm wird so platziert, dass er auch das Wasser des in den Rickenbach mündenden Chalchtarenbach aufnehmen kann.

Der Damm wird ein Wasservolumen von 26'500 Kubikmetern zurückhalten können. Der Spitzenabfluss kann so von 8,3 auf 3,5 Kubikmeter pro Sekunde reduziert werden. Die Seewag, in die der Rickenbach mündet, wird damit ebenfalls entlastet. Oberhalb des geplanten Rückhaltebeckens befindet sich ein Geschiebesammler.

Die Massnahmen dürften 3,9 Millionen Franken kosten, davon muss der Kanton letztlich 27 Prozent oder 1,1 Millionen Franken übernehmen. Der Rest wird von der Gemeinde und Interessierten getragen.

sda