Ein letzter Gruss von Klarinette Frieda

Von Frieda, der Klarinetten von Zirkuspfarrer Ernst Heller, hat «Mister Luzern» Kurt H. Illi am Samstag in der Piuskirche in Meggen seinen letzten Gruss bekommen. Rund 200 Personen haben von Kurt H. Illi Abschied genommen.

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Das Grab von Kurt H. Illi auf dem Friedhof Friedental in Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Das Grab von Kurt H. Illi auf dem Friedhof Friedental in Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Rund 200 Trauergäste hatten sich im Wohnport des am 22. November verstorbenen, ehemaligen Verkehrsdirektors der Stadt Luzern zum Abdankungsgottestdienst versammelt. Illi war, eine Woche nach seinem 75. Geburtstag, in Zürich überraschend nach der Premiere des Weihnachtszirkus Conelli einem Herzinfarkt erlegen. Bereits am 30. November fand in engstem Familienkreis die Beisetzung seiner Urne im Luzerner Friedhof Friedental statt. Dort ziert ein Kreuz seines Nachbars, Schreiner Carlo Muri, das neu eingerichtete Familiengrab. Gestern Nachmittag wurden die Kränze aus der Piuskirche, unter anderem von Luzern Tourismus, vom Luzerner Tourismus-Forum sowie von der Zirkusfamilie Knie hinzugestellt.

Gasparini sang «My Way»

Hanspeter Wasmer, der Pfarrer der Piuskirche, Gerold Beck, der ehemalige Stadtpfarrer der Luzerner Hofkirche sowie Zirkuspfarrer Ernst Heller, der jetzt in Weggis wohnt, gestalteten den bewegenden Trauergottesdienst. Zusammen mit den Musikern Richard Decker (Piano), Martin Schäfer (Geige) und Bruno Rigassi (Gesang). Sänger Pino Gasparini von der Pepe Lienhard-Band, mit dem Kurt H. Illi ebenfalls eng befreundet war, sang Sinatras Hit «My Way». Und ganz am Schluss stimmte Pfarrer Heller auf seiner Klarinette Frieda den Armstrong-Song «When the Saints go marchin' in». Illi habe, so Heller, den Klang seiner Klarinette stets verehrt - und ihn oft gebeten, ihm doch noch etwas auf der «lieben Frieda» vorzuspielen.

Worte von Alfred N. Becker

Alftred N. Becker, Gründer der Messe Luzern, ehemaliger LdU-Politiker und ebenfalls ein langjähriger Weggefährte von Kurt H. Illi, würdigte in bewegenden Worten den Verstorbenen. «Seine Schaffenskraft, seine Ideenquelle und seine Kreativität waren grenzenlos», erklärte Illis ehemaliger Pfadi-Freund Becker, der sich noch gut daran erinnern konnte, wie Major Illi ihn einmal aus dem Militärdienst anrief. Um zu fragen, ob die ausgeschriebene Stelle eines Verkehrsdirektors etwas für ihn sei. Ohne lang zu zögern habe er ihm geraten, sich zu bewerben. So wurde der Grundstein gelegt für das erfolgreiche und unvergessliche Schaffen von Kurt H. Illi, der einmal in einem Kuvert, erzählte Becker weiter, einen Fünfdollar-Schein aus Vietnam erhielt. «An den Direktor der Luzerner Brücke, so hatte der Absender den Umschlag adressiert», sagte Becker. Für alle, auch für ihn, sei es «stets ein grosses Privileg» gewesen, mit Illi zusammen zu arbeiten, mit ihm Ziele zu erreichen.

Prominente Trauergäste

Trudy Illi, die Witwe des verstorbenen Verkehrsdirektors, wohnte der Trauerfeier mit den Kindern Reto und Nina bei. Unter den Trauergästen (siehe auch Kästchen-Meldung dazu) waren Juwelier Thomas Gübelin, Luzerns Ex-Stadtpräsident Franz Kurzmeyer, Juristin Mascha Santschi mit ihrem Ehemann, Red Bull-Direktor Daniel Kallay, Kantonalbank-CEO Bernard Kobler, LZ-Medien-VR-Präsident Erwin Bachmann, Dorados-Sänger Andy Lütolf sowie die Gastro-Unternehmer und Hoteliers Peter Galliker, Marc Bleuler, René Bachmann, Mike und Patrick Hauser (Hotel Schweizerhof), Hans E. Koch (Palace), Fritz Erni (Montana) und Peter Kämpfer (Park Hotel Weggis).

André Häfliger

Stimmen zum Abschied von Kurt H. Illi