«EIN M BESSER»: Guerilla-Werbung: Migros verändert Ortstafeln

Ortstafeln in Emmenbrücke, Cham, Küssnacht am Rigi und Malters erhielten am Dienstag einen orangen Anstrich. Das könnte Konsequenzen haben.

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Das Ortsschild von Malters mit dem orangen M-Kleber. (Bild pd)

Das Ortsschild von Malters mit dem orangen M-Kleber. (Bild pd)

Der Detailhandelsriese Migros startete seine neue Werbekampagne «Ein M besser», was sich auch an den Ortstafeln zeigte. Gemeinden mit einem M im Namen und einer Migros-Filiale bekamen ein oranges M verpasst. Damit mutierten schweizweit 45 (davon 4 aus der Zentralschweiz) Orts- zu Migrosschildern. Die Migros wollte damit auf die Herkunft ihrer Produkte aus der Region aufmerksam machen.

Die so genannte Guerilla-Aktion könnte für den Detailhändler aber Konsequenzen haben. Denn Ortsschilder verunstalten oder verzieren ist nicht erlaubt, wie die Kantonspolizei Zürich gegenüber «Tages-Anzeiger Online» bestätigte. Wer es trotzdem tut, kann von der Gemeinde verzeigt werden.

«Die Aktion wurde mit den Behörden nicht abgesprochen», bestätigte Migros-Mediensprecherin Monika Weibel auf Anfrage. «Gedacht war dies als sympathische Aktion mit Überraschungs-Effekt. Das ist uns auch gelungen, auch wenn es betreffend den Ortschildern ein paar wenige kritische Stimmen gab.» Um 19 Uhr des selben Tages seien die M-Kleber abgenommen die Tafeln wieder in ihren alten Zustand versetzt worden.

red/scd

Die modifizierte Ortstafel in Cham:

                                                                                                            Bild pd