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Ein Muotathaler jasst am besten: Der Sieger ist ein Wiederholungstäter

Für den Final der 12. Zentralschweizer Jassmeisterschaft in der Braui Hochdorf hatten sich 171 Jasser qualifiziert. Der Sieger freute sich besonders, weil er sich mit dem Preis ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht hat – nicht zum ersten Mal.
Roger Rüegger
Eine Jassrunde aus der Vogelperspektive. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Konzentrierte Spieler in Reih und Glied. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Walter Meier in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Doris Bisang, Peter Huber, Maya Gwerder und Theres Schöpfer (von links) während einem Spiel. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Alex Hochuli in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Marianne Duss (links) und Verena Rogenmoser. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Franz Bucheli zieht eine Karte. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Franz Wiederkehr in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Peter Huber in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Tisch Nummer 10 beim Jassen. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Zwei Jasserinnen beim Ausfüllen des Jasszettels. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Blick von oben in die Jassrunde. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Insgesamt 171 Jasserinnen und Jasser spielten bei der 12. Zentralschweizer Jassmeisterschaft im Kulturzentrum Braui. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Ein vielversprechendes Blatt in den Händen eines Jassers. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
Das Podest der 12. Zentralschweizer Jassmeisterschaft: Beat Betschart (Mitte) gewinnt vor Josef Stocker (rechts) und Hans-Peter Rölli. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))
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Final der 12. Jassmeisterschaft in Hochdorf

Der Sonntag lud geradezu zum gemütlichen Jassen ein. Im Kulturzentrum Braui in Hochdorf war es zwar nicht ganz so heimelig wie in einer warmen Stube, aber die 171 Jasserinnen und Jasser spielten ja auch nicht bloss zum Spass. Die 118 Männer und 53 Frauen haben sich für den Final der Zentralschweizer Jassmeisterschaft der Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben qualifiziert. Zu gewinnen gab es eine 17-tägige Reise ans Nordkap und die Lofoten für 9000 Franken. «Insgesamt haben 1714 Leute an den Ausscheidungsturnieren teilgenommen. Das sind 400 weniger als im letzten Jahr, wo 2114 Jasser mitspielten», rechnet Organisator Hansjörg Kaegi vor.

Unter den Finalisten sind etliche «Stammgäste». So etwa der letztjährige Sieger Willi Schöpfer aus Schüpfheim. Ganz so gut wie im Vorjahr läuft’s ihm aber nicht. «In der dritten Runde habe ich nur 750 Punkte geschrieben.

Heute reicht’s nicht, es wird hoch gespielt»,

sagt Schöpfer zu Kaegi im Foyer. Dieser entgegnet: «Du warst letztes Jahr am Nordkap, jetzt darf ein anderer gewinnen.» Schöpfer antwortet trotz Spielpechs gut gelaunt: «Eine Reise ans Nordkap lohnt sich immer.»

Brüderlich geteilt, die einen freuts, die anderen nicht

Wie dem letztjährigen Sieger gehts noch manchem an diesem Tag. Das Quartett an Tisch 10 zum Beispiel hat die Punkte in der zweiten Runde auf den Strich geteilt: 942 schreiben beide Parteien. «Die 900er-Runden bringen dich nicht weiter», sagt der Luzerner Reto Helfenstein, der sich mehr Kartenglück erhofft hatte. Seine Partnerin Heidi Mann aus Meggen nimmt das Resultat gelassen. «Weil bald Weihnachten ist, haben wir brüderlich geteilt», sagt die 77-jährige Frau.

Durchzogen ist auch die Bilanz des Alpnachers Oskar Langensand. «Die erste Runde mit 837 Punkten hat mich gleich eingebremst, aber die zweite mit 1211 war super, da hat alles gepasst», sagt er freudig, bevor er den Tisch und den Partner wechselt. In der nächsten Runde blieb er unter 1000 Punkten. «Macht nichts, in der letzten Runde gebe ich noch einmal Gas», sagt er zuversichtlich. Er behielt recht. Er wurde Zehnter.

Das Podest der 12. Zentralschweizer Jassmeisterschaft: Beat Betschart (Mitte) gewinnt vor Josef Stocker (rechts) und Hans-Peter Rölli. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))

Das Podest der 12. Zentralschweizer Jassmeisterschaft: Beat Betschart (Mitte) gewinnt vor Josef Stocker (rechts) und Hans-Peter Rölli. (Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 16. Dezember 2018))

Nach jedem Durchgang wird eifrig diskutiert

Egal wie es läuft, diskutiert wird nach jedem Durchgang und das mit derselben Leidenschaft wie die Karten gespielt werden. «Dreimal hat mein Partner geschoben und dreimal hatte er keinen Trumpf, den ich angegeben hatte», erzählt ein jüngerer Bursche seinem älteren Kollegen etwas aufgebracht. Trotz seines anfänglichen Ärgers ist der Mann bald wieder gut gelaunt. Unter dem Strich geht es eben doch in erster Linie um die Freude am Spiel. Margrith Baumgartner aus Neuenkirch etwa freut sich einfach, dass sie sich für das Finalturnier qualifiziert hat. So gute Karten hat sie nicht gezogen. «Es gibt Schlimmeres. Aber dass ich das erste Mal im Final bin, freut mich sehr», sagt die 84-Jährige. Gewinnen wolle sie sowieso nicht. «Ich müsste alleine reisen, und das mache ich nicht. Lieber nur Jassen, da hat man immer Leute um sich herum», sagt sie und mischt die Karten dabei flink.

Zwei Weihnachtskinder auf dem Siegerpodest

Interessant ist die Geschichte von Edi Eichenberger. Der 72-jährige Willisauer hat sich heuer nicht für den Final qualifiziert. Er hat den Startplatz von einem Kollegen «geerbt», der sich mehrmals qualifiziert hat. «Er hat sich bei mir revanchiert, denn im letzten Jahr habe ich ihm zum Final verholfen. Damals habe ich mich in drei Ausscheidungen qualifiziert», sagt Eichenberger und fügt hinzu: «Der Final in Hochdorf ist immer eine Reise wert.» Er belegte den 7. Rang.

Die Stimmung vor der Rangverkündigung gegen 17 Uhr ist locker. Die Einschätzung des Vorjahressiegers Willi Schöpfer erweist sich als richtig. Es wurde hoch gejasst. Mit 4338 gewann der Muotathaler Beat Betschart (53).

«Es ist mir wieder mal etwas gelungen hier an der Jassmeisterschaft. Vor drei Jahren gewann ich die Meisterschaft bereits im Stadtkeller in Luzern.»

Der Mann freut sich besonders, weil er sich mit dem 1. Preis ein Geburtstagsgeschenk machen kann. Der zweitplatzierte Josef Stocker (78) aus Aettenschwil nimmt ein Velo mit nach Hause. Schönes Detail: Auch er hat am Weihnachtstag Geburtstag. Dritter wird Hans-Peter Rölli aus Ebersecken.

Hinweis: Die Rangliste vom Final der 12. Zentralschweizer Jassmeisterschaft vom 16. Dezember 2018 in Hochdorf

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