Ein Museggturm lebt wieder auf

1860 wurde der zehnte Museggturm abgerissen. Eine Visualisierung zeigt nun, wie er sich heute ins Stadtbild einfügen würde.

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Der zehnte Museggturm - und wie er sich heute neben dem Restaurant Lapin präsentieren würde. (Visualisierung Joe Rohrer/www.bildebene.ch)

Der zehnte Museggturm - und wie er sich heute neben dem Restaurant Lapin präsentieren würde. (Visualisierung Joe Rohrer/www.bildebene.ch)

Etwas stimmt hier nicht, denkt sich wohl mancher Leser beim Betrachten des obenstehenden Bildes. Eine «Rekonstruktion» nennt der Luzerner Hochbauzeichner und Wissenschaftliche Illustrator Joe Rohrer seine Visualisierung. Auf dieser ist der auf der Basis historischer Quellen rekonstruierte zehnte Turm der Museggmauer – das so genannte Äussere Weggistor – zu sehen, und zwar so, wie er sich in der heutigen Umgebung an der Kreuzung zwischen Alpen-, Musegg- und Hertensteinstrasse präsentieren würde. Würde, denn der Turm ist 1860 abgerissen worden. Einzig ein auf Ende des 19. Jahrhunderts zurückgehendes Fresko am Eckhaus vis-à-vis, wo sich ein Reisebüro befindet, zeugt im öffentlichen Raum noch von dessen einstiger Existenz.

1393 erstmals urkundlich erwähnt

In der aktuellen «Museggmauer-Zytig» des Vereins und der Stiftung für die Erhaltung der Museggmauer zeichnet Ueli Habegger, Vereinsvorstandsmitglied und ehemaliger städtischer Denkmalpfleger, die Geschichte des Bauwerks nach. Wie zu lesen ist, handelte es sich beim Äusseren Weggistor um den östlichen Abschluss der Museggbefestigung. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf 1393 zurück. Das Wappenschild an der Fassade trug die Jahreszahl 1482.

Dave Schläpfer / Neue LZ

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