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Ein Ökihof nur für Horwer? Die Gemeinde hat nun einen Plan B

Für den chronisch überlasteten Ökihof Horw/Kriens fehlt nach wie vor ein Ersatzstandort. Falls keiner gefunden werden sollte, hätte die Gemeinde nun einen Plan B – allerdings nur für die eigene Bevölkerung.
Roman Hodel
Noch befindet sich der Ökihof am Steinibachweg unweit des Pilatusmarktes. (Bild: Eveline Beerkircher, Horw 26. August 2015)

Noch befindet sich der Ökihof am Steinibachweg unweit des Pilatusmarktes. (Bild: Eveline Beerkircher, Horw 26. August 2015)

Es ist zum Verzweifeln mit dem Ökihof am Horwer Steinibachweg unweit des Pilatusmarktes. Seit Jahren sucht man für die chronisch überlastete und verkehrstechnisch ungünstig gelegene regionale Recycling-Sammelstelle Horw/Kriens des Gemeindeverbands Real einen neuen Standort – bislang vergeblich. Deshalb hatte der Einwohnerrat den Gemeinderat per Motion beauftragt, einen Plan B zu erarbeiten (wir berichteten). Am Donnerstagabend nahm das Parlament einen entsprechenden Planungsbericht mit 21 Ja- zu 5 Nein-Stimmen zur Kenntnis.

Demnach könnte die Gemeinde Horw auf ihrem Werkhof-Areal an der Kantonsstrasse einen Ökihof realisieren. Zwei Varianten stünden zur Auswahl mit geschätzten Investitionskosten von 150000 respektive 270000 Franken. Im Unterschied zum aktuellen Ökihof wäre dieser allerdings aus Platzgründen nur für die Horwer Bevölkerung gedacht. «Für die Zutrittskontrolle müsste daher ein geeignetes System evaluiert und installiert werden (...) ansonsten würden sehr schnell unhaltbare Zustände auftreten», heisst es im Planungsbericht.

Tatsächlich könnte sich diese Zutrittskontrolle dereinst als Knacknuss erweisen. SVP-Einwohnerrat Reto von Glutz, von ihm stammt der Vorstoss, sagte dazu bloss:

«Solche Details muss man ja erst diskutieren, wenn es so weit sein sollte.»

Jedenfalls sei nun amtlich festgehalten, dass Horw auf dem Werkhofareal einen eigenen Ökihof stemmen könnte. «Denn die aktuelle Situation ist unzumutbar, und es gilt alles zu tun für eine Veränderung», so von Glutz. Die CVP nahm den Planungsbericht zwar zur Kenntnis, dennoch bat ihr Einwohnerrat Roger Eichmann den Gemeinderat, «alles zu unternehmen, damit dieses Notfallszenario nie eintreten wird».

L20-Fraktionschefin Rita Wyss kritisierte derweil die Motion an sich, da ihre Partei einen Alleingang beim Ökihof generell für unsinnig halte: «Mit solchen Vorstössen wird nur die Verwaltung unnötig beschäftigt.» Für einmal sei er mit der L20 einer Meinung, befand FDP-Einwohnerrat Stefan Maissen: «Es steht nicht viel Spannendes in dem Planungsbericht und wir wollten den Vorstoss auch nie überweisen.» Er sagte dies natürlich nicht ganz uneigennützig – die FDP weibelt bekanntlich für einen künftigen Standort auf Krienser Boden beim Pilatusmarkt. Sie hat hierfür in Horw eine Petition und in Kriens eine Gemeindeinitiative lanciert (wir berichteten).

Der zuständige Gemeinderat Robert Odermatt (SVP) konnte die zeitweise leicht erhitzten Gemüter im Parlament beruhigen:

«Wir hoffen nicht, dass wir unseren Plan B aus der Schublade holen müssen.»

Aber man halte jetzt immerhin ein Notfallszenario in den Händen, sollte der jetzige Standort ohne einen Ersatz geschlossen werden müssen. Odermatt: «Und in diesem Fall würden wir den Horwer Bürgern auf keinen Fall zumuten wollen, dass sie ihre Wertstoffe womöglich in Luzern-Ibach entsorgen müssten.»

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