Ein rollstuhlgängiges Bächlein in Luzern eingeweiht

In Luzern ist am Samstag das erste rollstuhlgängige Bächlein der Schweiz eingeweiht worden. Angelegt wurde es aus Anlass des 30-Jahr-Jubiläums der Stiftung Rodtegg für Menschen mit körperlicher Behinderung.

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Nathalie Plattner und Simone Ganz, rechts, freuen sich besonders über das schweizweit erste rollstuhlgängige Bächli. Der künstliche Bach ist erhöht wie ein Tisch, so dass der Bach Ideal zum spielen ist. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ))

Nathalie Plattner und Simone Ganz, rechts, freuen sich besonders über das schweizweit erste rollstuhlgängige Bächli. Der künstliche Bach ist erhöht wie ein Tisch, so dass der Bach Ideal zum spielen ist. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ))

Wer an den Rollstuhl gebunden ist, muss auf grundlegende Erfahrungen wie beispielsweise das Spielen im Bach verzichten. Mit dem rollstuhlgängigen Bächlein in ihrem Zentrum in Luzern möchte die Stiftung Rodtegg diesen Mangel ausgleichen.

Das Bächlein wurde so angelegt, dass auch Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer die Möglichkeit haben, das Wasser durch die Hände rinnen zu lassen oder beispielsweise kleine Schiffchen fahren zu lassen.

An der Jubiläumsfeier wurden unter dem Titel «Begegnungen» zwei Theaterproduktionen zum Thema Behinderung uraufgeführt. Die Schauspieler David Imhoof und Samia von Arx zeigte darin, wie sich die Welt für Behinderte in den letzten Jahrhunderten verändert hat.

Vor 30 Jahren wurde auf der Rodtegg in Luzern eine Sonderschule in Betrieb genommen. Heute ist die Rodtegg das Zentralschweizer Kompetenzzentrum für Menschen mit körperlichen Behinderungen. DAs Angebot umfasst Bildung, Arbeit, Therapie und Wohnen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

sda