Ein Spektakel – nicht nur für die Gewinner

Mario Schmidli und Benno Wicki sind die Gewinner des Gansabhauets in Sursee. Die Gänse fielen nach dem 7. und dem 9. Schlag vom Draht.

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Mario Schmidli aus Sursee hat Grund zur Freude: Als siebter Schläger haute er die erste Gans vom Draht. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mario Schmidli aus Sursee hat Grund zur Freude: Als siebter Schläger haute er die erste Gans vom Draht. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Volksfeststimmung am Sonntag in Sursee: Trotz leichtem Regen haben sich gegen 3000 Zuschauer auf dem Rathausplatz zum traditionellen Gansabhauet versammelt. 103 Schläger meldeten sich an, um den stumpfen Säbel zu schwingen, davon waren fünf Frauen. Nur eine konnte hoffen, als einer der ersten 20 Schläger überhaupt an die Reihe zu kommen. Damit war schon vor Beginn des Spektakels klar: Der Gansabhauet bleibt wohl vorerst eine Männerdomäne.

Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
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An der Auslosung der Schläger. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
An der Auslosung der Schläger. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Die Schläger werden ausgelost. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Die beiden toten Gänse werden auf den Platz geführt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Tambouren an der Gansabhauet. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Zahlreiche Zuschauer kommen ins Städtchen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tambouren an der Gansabhauet. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Eine Gans wird montiert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Die Gansabhauet wollen Hunderte von Zuschauern verfolgen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Ein Junge beim Chäszänne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Ein Mädchen sichert sich beim «Stangechlädere» einen Preis. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Ein Mädchen beim Chäszänne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Mario Schmidli schlägt die erste Gans runter. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Eine tote Gans hängt vor dem Surseer Rathaus. Das Publikum wartet auf ihre Abhauet. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Ein Junge beim Chäszänne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Ein Junge beim Chäszänne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
An der Gansabhauet. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Mario Schmidli hat eben als erster die «Gans abgehauen». (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Mario Schmidli freut sich über seinen glücklichen Schlag. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Mario Schmidli schlägt die erste Gans runter. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Wo ist da etwa der Hals, wo? (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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«Fühle mich einfach grossartig»

Punkt 15.15 Uhr wurde der erste Schläger, mit Mantel und Sonnenmaske verkleidet, von einem Mitglied der Zunft Heini von Uri auf die Bühne begleitet. Doch der erste Schlag verfehlte gänzlich die an einem Draht aufgehängte, bereits tote Gans. Der siebte Schläger war dann erfolgreich: Mario Schmidli (21) aus Sursee. «Ich hatte ein gutes Gefühl, meine Vorschläger haben gute Vorarbeit geleistet», sagte Schmidli nach seinem Erfolg. Er hat zum ersten Mal mitgemacht, zu Hause jedoch geübt. «Jetzt fühle ich mich einfach grossartig.» Was er mit seiner Siegertrophäe – der geschlagenen Gans – anstelle, wisse er aber noch nicht.

Die zweite Gans baumelte hartnäckig am Draht. Zwar hat der neunte Schläger getroffen – die Gans fiel aber, weil der Säbel den Draht durchtrennte. «Das ist mir egal, Hauptsache, die Gans ist gefallen», sagte der Gewinner, welcher sich als Benno Wicki (35) aus Zürich ausgab und ebenfalls zum ersten Mal mitgemacht hatte, Kollegen aus Sursee hätten ihn angemeldet – im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass der Schläger in Wirklichkeit Adrian Röthlisberger (35) heisst und aus Bern kommt. «Mit ihnen bringe ich die Gans in ein Surseer Restaurant, wo wir sie genüsslich essen werden.» Spass hatten aber nicht nur die Gewinner. Hunderte Kinder kletterten für verschiedene Preise eine Stange hoch, übten sich im Sackhüpfen oder im «Chäszänne», dem Grimassenschneiden mit Käsebelohnung.

Alexander von Däniken

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