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Ein Thriller führt nach Beromünster

In Markus Buchers neuem Werk «Die 300 Assassini» spielt der ehemalige Landessender in Beromünster eine Rolle. Doch der spannungsgeladene Thriller entführt seine Leser auch ins Ausland.

Ernesto Piazza
Der Autor Markus Bucher vor dem Landessender Beromünster. (Bild: Manuela Jans-Koch (Beromünster, 13. November 2018))

Der Autor Markus Bucher vor dem Landessender Beromünster. (Bild: Manuela Jans-Koch (Beromünster, 13. November 2018))

Noch liegen an diesem Morgen beim Landessender Beromünster Nebelschwaden. Doch im Verlauf des Gesprächs lichtet sich der Schleier und der Blick von Markus Bucher (58) schweift über eine Gegend, welcher er in seinem neusten Buch «Die 300 Assassini» ebenfalls ein Kapital gewidmet hat. Im 300 Seiten starken Taschenband befindet sich Mike Bohrer, ein Geheimagent mit Schweizer Kreuz, auf der Spur einer mittelalterlichen Sekte.

Alles beginnt mit dem Mord an Luca Habermacher. Dieser war Mitarbeiter des Schweizerischen Konsulats in Dresden. Dort gibt es seit einiger Zeit Unregelmässigkeiten bei der Ausstellung von Pässen. Bohrer wird nun vom Schweizerischen Nachrichtendienst des Bundes beauftragt, den Mord zu untersuchen. Und seine Aufgabe ist auch, abzuklären, wofür die vermissten Pässe missbraucht werden. Ein Hinweis bringt ihn auf die «Assassini».

«Die Handlung hätte sich so abspielen können»

Es sei immer sein Traum gewesen, ein Buch zu schreiben, sagt Bucher. Und als er vor zwei Jahren seine Handelsfirma mit Geschenkartikeln «für einen guten Preis» verkaufen konnte und er sich «ohne finanziellen Druck» eine berufliche Auszeit gönnte, keimte dieser Gedanke immer intensiver in ihm auf. Entstanden ist ein spannungsgeladener Thriller mit Realitätsnähe. «Die Handlung hätte sich so abspielen können», sagt der Autor. Das Werk hat auch autobiografische Züge, ist Mike Bohrer doch Inhaber eines Geschenkartikelgeschäftes.

Dass es wiederum – wie auch sein erstes Buch «Das Pegasus Projekt» – ein Krimi geworden ist, liegt daran, dass Bucher diese Art der geschriebenen Unterhaltung schon immer interessierte. Wichtig war dem Autor auch, viel Zeit in die Recherche zu stecken. Um sich von den Begebenheiten ein Bild zu machen, las er oft. Zudem besuchte er Schauplätze der Handlung wie die Städte Dresden, Prag oder Salzburg, aber auch das Piemont. Den Rechercheaufwand beziffert er auf rund ein Drittel der gesamthaft investierten sechs bis neun Monate. Ein weiteres Drittel reservierte er für das Schreiben. «Dann befand ich mich wie in einem Tunnel», sagt Bucher. Die restliche Zeit war fürs Redigieren bestimmt. Und weil er ein Mensch sei, der gerne beobachte, habe er viele Begebenheiten aus dem täglichen Leben in das Buch reinprojizieren können. Ganz wichtig war ihm auch der Lokalbezug. So stammt beispielsweise Mike Bohrers Mutter aus Gunzwil. Wie akribisch der Autor zu Werke ging, zeigt auch, dass er von allen Personen im Buch eine Biografie schrieb und für die Handlung des Werks einen exakten Zeitplan erstellte.

Bucher ist auch Wirt und Kolumnist und Bandmitglied

Für den Gunzwiler ist das Schreiben mittlerweile zu einer grossen Leidenschaft geworden. «Auch wenn man dabei nicht reich werden kann, das Hobby fasziniert mich.» Doch für ihn ist diese Tätigkeit nur eine von diversen Arbeiten. Man kann Bucher als Hansdampf in (fast) allen Gassen bezeichnen. Zwar habe er erfahren müssen, dass man mit 58 Jahren keine Berufsanstellung mehr bekommt, weshalb er versucht, im Bereich Unternehmensberatung «etwas Selbstständiges» aufzubauen. Weiter hat er das Wirtepatent erworben und führt künftig das Klubhaus des einheimischen Fussballvereins. Bucher schreibt Kolumnen für die Lokalpresse und spielt in einer sechsköpfigen Band. Die Tätigkeiten seien sehr erfüllend. «Ich bin dankbar, dass es so ist, wie es ist».» Und der Autor schreibt bereits an seinem dritten Thriller. Weihnachten 2019 soll er fertig sein. Darin wird Mike Bohrer, wie in den ersten beiden Büchern auch, die Hauptrolle spielen. «Die Figur entwickelt sich weiter», sagt Bucher. Wobei jeder Band eine geschlossene Handlung in sich beinhaltet.

Der verheiratete Familienvater ist ein Allrounder. Und diesem Grundsatz bleibt er auch an der Vernissage am Freitagabend treu. Er wird die Anwesenden mit Schauspielern, Lesen und Musizieren fast allein unterhalten. Fast, weil er in Beromünster noch einen Überraschungsgast erwartet. Und so schliesst sich für ihn der lokale Bogen wieder, vom Landessender hin bis zum Theatersaal des Stiftstheaters.

Hinweis
Die Vernissage ist am Freitag um 20 Uhr im Theatersaal des Stiftstheaters Beromünster. «Die 300 Assassini» ist im Verlag Books on Demand erschienen. ISBN: 978-3-7481-0909-9.

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