Ein versöhnlicher Abschluss für Unihockey Luzern: Ligaerhalt ist geschafft

Die Luzerner müssen das Entscheidungsspiel um den Ligaerhalt nicht mehr austragen.

Ruedi Vollenwyder
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Der Luzerner Carlo Wildi (rechts) behauptet den Ball gegen den Moosseedorfer Marco Hertig für sich.

Der Luzerner Carlo Wildi (rechts) behauptet den Ball gegen den Moosseedorfer Marco Hertig für sich. 

Patrick Hürlimann / Patrick Huerlimann

Nach einem verknorksten Saisonstart mit vielen Widerwärtigkeiten und einer langen sieglosen Phase hat Unihockey Luzern (1. Liga) im neuen Jahr endlich das «auf die Platte» gebracht, was man vom Team erwarten durfte. Ausgerechnet gegen den Playout-Gegner Moosseedorf konnten die Luzerner den ersten Saisonsieg landen. Von da an ging es beim UH Luzern aufwärts. Zuvor mussten nicht nur die Spieler leiden. Auch Trainer Sergio Lämmlers mentale Stimmung war mehr als nur gedämpft. «Die vielen, teils knappen Niederlagen haben schon am Selbstvertrauen genagt. Das anvisierte Ziel Playoff mussten wir deshalb schon früh abhaken.» In den unumgänglichen Playout-Partien hätten es dann die Luzerner auf den eigenen Stöcken gehabt, den vorzeitigen Ligaerhalt zu sichern. Nach einer katastrophalen Vorstellung im ersten Spiel gegen Playout-Gegner Moosseedorf und der 3:8-Niederlage meldete sich Luzern eindrücklich zurück. Endlich konnte sich auch der Trainer freuen: «Beim 6:5-Sieg im Auswärtsspiel zeigte mein Team die beste Saisonleistung. Für mich ein versöhnlicher Abschluss.» Und erzwang so eine dritte Partie. Doch wegen des Corona-Virus kam es nicht zum finalen Spiel. «Diesen Entscheid gilt es zu respektieren. Die Gesundheit geht vor», findet Lämmler. «Ich hätte den wahrscheinlichen Ligaerhalt allerdings lieber auf dem Feld herausgespielt. Denn ich war überzeugt, dass wir diese Serie zu unseren Gunsten entschieden hätten.»

2.-Liga-Aufstiegsspiele: Keine Entscheidungen

Die Ausgangslage für eine Rückkehr in die 1. Liga wäre für die Eschenbacher günstig gewesen. Denn nach dem Rückzug von Frutigen hätte der Gewinner der Aufstiegs-Playoff-Serie zwischen Eschenbach gegen Frauenfeld direkt aufsteigen können. Flurin Blum vor diesem Saisonhöhepunkt: «Aufstiegsspiele sind immer cool. Wir probieren diese Chance zu packen.» Doch die Chancen der Seetaler standen nach der mit 3:6 verlorenen ersten Partie nicht gerade gut. Nach dem Abbruch der Saison erübrigt sich allerdings ein Werweissen, ob Eschenbach, das eine gute Saison spielte, die Serie mit zwei Siegen hätte kehren können. Dieser Abbruch tut dem zweiten Innerschweizer Aufstiegsanwärter Einhorn Hünenberg etwas mehr weh, konnten die Zuger doch ihr erstes Spiel gegen Bazenheid mit 5:4 siegreich gestalten. Ob und wer den freigewordenen 1.-Liga-Platz erben wird, das steht noch in den Sternen.