Ein Zwölf-Punkte-Programm soll die Luzerner Wirtschaft ankurbeln

Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft Kanton Luzern (AWG) hat ein Programm vorgelegt, das dabei helfen soll, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu bewältigen. Fokus liegt auf dem lokalen Konsum und Investitionen.

Dominik Weingartner
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Die AWG empfiehlt in ihrem Zwölf-Punkte-Programm lokalen Konsum. Im Bild Passanten auf der Stadtluzerner Hertensteinstrasse.

Die AWG empfiehlt in ihrem Zwölf-Punkte-Programm lokalen Konsum. Im Bild Passanten auf der Stadtluzerner Hertensteinstrasse.

Symbolbild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 15. Mai 2020)

Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft Kanton Luzern (AWG) hat ein Zwölf-Punkte-Programm zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise vorgelegt. Die Organisation legt den Fokus vor allem auf lokalen Konsum und Investitionen. So ruft das Papier zum Besuch von Luzerner Läden und Restaurants auf. «Die Inlandnachfrage ist einer der wichtigsten Treiber der konjunkturellen Erholung. Einkaufstourismus ist und bleibt tabu!», heisst es etwa. Zudem werden Private und Unternehmen dazu aufgefordert, Investitionen jetzt auszulösen, um dem hiesigen Gewerbe Aufträge zu verschaffen. Zur Unterstützung der Exportindustrie verlangt die AWG die Senkung von «Gebühren und Papierkram». Der Tourismus soll gestärkt werden, indem Ferien in der Schweiz verbracht werden sollen.

Gefragt sei die «legendäre» Luzerner Gastfreundschaft

Die AWG ruft Unternehmen dazu auf, nicht mit Stellenabbau zu reagieren. Im Gegenzug sollen Arbeitnehmer Flexibilität zeigen «bezüglich Arbeitsort, Arbeitszeiten und Arbeitsformen». Auch die öffentliche Hand wird dazu aufgefordert, Investitionen zu tätigen. Sparpaketen wird eine Absage erteilt. Die Stimmbürger werden dazu aufgerufen, «wirtschaftsfreundlich» abzustimmen. Und «statt über Cars und belebte Bergdestinationen zu jammen», soll bezüglich ausländischen Touristen «zurück zur legendären Luzerner Gastfreundlichkeit» gefunden werden.

«Jeder von uns ist gefordert, damit wir aus der Wirtschaftskrise rauskommen», lässt sich AWG-Präsident und Kantonsratspräsident Josef Wyss (CVP) zitieren. Der Aufschwung beginne im Kopf. «Jetzt müssen wir alle Eigenverantwortung leben, jeder und jede muss einen Beitrag leisten», so Wyss. Die AWG vertritt nach eigenen Angaben 490 Unternehmer, Selbstständigerwerbende und Politiker, die sich für eine wirtschaftsfreundliche Politik einsetzen. (dlw)