Kolumne

Eine Brücke zum Mars

In der Gastkolumne «Direkt aus Bern» berichtet der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri über die Schweiz als Land der Weltraumforschung .

Felix Müri, SVP-Nationalrat aus Emmen
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Felix Müri, SVP-Nationalrat aus Emmen.

Felix Müri, SVP-Nationalrat aus Emmen.

Es ist wieder Session in Bern. Wir diskutieren im Parlament über neue Gesetze, Initiativen und werden am 5. Dezember 2018 zwei neue Bundesratsmitglieder wählen. Das ist Parlamentarier-Alltag. Der Ratsbetrieb hat seit Jahrzehnten vorgegebene Strukturen und folgt klaren Abläufen.

Nebst diesen klaren Vorgaben gibt es während der Session aber auch immer wieder spannende Veranstaltungen in Bern. Diese Anlässe bereichern unser Parlamentarier-Leben und liefern wichtige Impulse für unsere Arbeit. So fand Ende November im Coworking Space Effinger in Bern ein Podium mit dem Titel Mars-Kolonisierung – Utopisch oder Visionär? statt.

Ein futuristisches Thema. Die Veranstalter schreiben dazu: «Zurecht lässt sich fragen, wieso brauchen wir den Planeten Mars? Ist die Mars-Kolonisierung eine Utopie oder kann sie Impulse für unser Zusammenleben auf der Erde aber auch für die wissenschaftliche Forschung und ökonomisch-technologische Entwicklungen liefern?» Interessante Fragen, wie ich finde, die zum Nachdenken anregen. Sie haben aber auch konkrete Bezüge zur Schweiz. Gerne habe ich darum ein Grusswort der Politik gesprochen.

Zu rasch wird nämlich vergessen, dass wir eine starke Weltraumforschung haben in der Schweiz. In der Weltraummedizin sowie in der Astrophysik verfügen wir über einen Pool von renommierten Forschern. Aber auch beispielsweise bei der aktuellen Mars-InSight-Mission der Nasa ist die ETH mit an Bord. Mit Ruag-Space haben wir zudem einen prominenten Industrievertreter.

Mit diesen unterschiedlichen Akteuren ist der Mars dann plötzlich nicht mehr so weit weg. Als Mitglied der Kommission für Bildung, Forschung und Innovation beschäftigte ich mich intensiv mit wissenschaftspolitischen Themen. Gerade zum Thema Raumfahrt habe ich auch einige Vorstösse schon eingereicht.

Ich finde es wichtig, dass wir diese Kenntnis auch in die Gesellschaft und in die Wirtschaft hinaustragen. Die Veranstalter dieses Podiums übernehmen genau diese wichtige Brückenbauer-Funktion und tragen dazu bei, die Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in ein Gespräch zu bringen. Das ist unser gelebtes Milizsystem. Sie fördern Themen und stellen wichtige Fragen und sind darum wichtige Impulsgeber für die Politik.