Kolumne

Eine kaputte WC-Spülung ist immer ein dringendes Geschäft

Weil die WC-Spülung daheim ausgestiegen ist, muss unsere Autorin seit Tagen fremde Toiletten aufsuchen. Damit könnte sie noch leben, nicht aber mit der langen Wartezeit auf die Reparatur.

Yasmin Kunz
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Yasmin Kunz.

Yasmin Kunz. 

(Bild: Pius Amrein)

Man merkt oft erst, wie wichtig etwas ist, wenn es nicht mehr funktioniert. In meinem Fall handelte es sich um die WC-Spülung. Deren Ausfall sorgte bei mir für Krämpfe psychischer und physischer Art. Ich führte das Problem auf die Bauarbeiten an unserer Strasse zurück. Da wurden Leitungen verlegt und folglich vielleicht das Wasser gekappt. Ich kann sanitäre Anlagen nicht selber flicken. Versuche es erst gar nicht. Darum musste ein Fachmann her. Auf Anfrage meinte der Sanitärinstallateur am Montag, er würde sich am Donnerstag dem Problem annehmen. Fakt ist: Die Spülung funktionierte seit Samstag nicht mehr und ich musste mehrmals täglich fremde Toiletten aufsuchen.

Da frage ich mich schon: Ist der Herr ein medizinisches Wunder? Muss er nur alle vier Tage aufs WC? Gemäss Hochrechnung muss ein gesunder Mensch nämlich zirka sieben Mal täglich urinieren. Mit dem grösseren Geschäft verhält es sich Recherchen zufolge etwas anders: Bei gesundem Darm liegt die Frequenz zwischen dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. So steht fest: Die Vier-Tages-Frist ist nur schon aus medizinischer Sicht nicht haltbar. Darum liebe Sanitärinstallateure: Ein kaputtes WC ist immer ein dringendes Geschäft, das keinerlei Aufschub duldet. Oder darf ich sonst beim nächsten Ausfall vier Tage Ihr Privatklo benutzen?

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