Eine neue Bahn für den Rollstuhlsport

Die Arbeiten für die neue Leichtathletik-Anlage beim Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil laufen auf Hochtouren. Bagger entfernen den alten Belag, ein neuer, für den Rollstuhlsport idealer, harter Belag wird ihn ersetzen.

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Die Leichtathletik-Anlage der Rollstuhlsportler ist in die Jahre gekommen. Sie wird nun renoviert und soll im Spätsommer 2011 wieder in Betrieb genommen werden. (Bild: PD)

Die Leichtathletik-Anlage der Rollstuhlsportler ist in die Jahre gekommen. Sie wird nun renoviert und soll im Spätsommer 2011 wieder in Betrieb genommen werden. (Bild: PD)

«Wir sind stolz, hier die schnellste Bahn der Schweiz für den Rollstuhlsport bauen zu können. Damit unterstreichen wir die Wichtigkeit des Sports für Menschen mit einer Behinderung», erklärt Daniel Joggi, Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS). Neu wird die Anlage mit acht statt wie bisher sechs Bahnen ausgestattet, wie die SPS in einer Medieninformation vom Montag festhält. Dies entspricht internationalen Standards und ermöglicht den Sportlern beste Trainings- und Wettkampfbedingungen.

Vervollständigt wird das Stadion durch einen neuen Zeitmessturm. «So sind wir ab Sommer für hochkarätige sportliche Anlässe und Wettkämpfe top ausgerüstet», fügt Hans Peter Gmünder, Direktor des Schweizer Paraplegiker-Zentrums, an.

Beste Voraussetzungen

 Für den neuen Belag wird eine extra harte Mischung verwendet, die speziell für den Rollstuhlsport geeignet ist. Die neue Unterlage ermöglicht schnellere Zeiten und wird deshalb von Rollstuhlsportlern bevorzugt. Auch im Hinblick auf die olympischen Spiele in London 2012 bietet die Bahn ideale Voraussetzungen, die notwendigen Qualifikationszeiten zu erreichen. Bei planmässigem Verlauf wird die neue Leichtathletik-Anlage im August 2011 eröffnet.

Der momentan beste Schweizer Rollstuhlsportler, Marcel Hug, ist gespannt auf die neue Heimstätte: «Das ist ein wichtiges Zeichen. Nun werden die Trainingsbedingungen noch besser und wir können uns optimaler auf die Wettkämpfe vorbereiten. Ich freue mich riesig auf die erste Runde auf dieser neuen Bahn», meint der fünffache Medaillengewinner der letzten Weltmeisterschaften in Neuseeland.

pd/zim