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Eine offene Tür – und ein offenes Ohr für die Wähler

Ein Blick zurück, ein Blick in die Zukunft und kritische Fragen zur politischen Gegenwart im Kanton: Die Bevölkerung hat den Tag des offenen Regierungsgebäudes genutzt, um den Magistraten auf den Zahn zu fühlen.
Lena Berger
Stände des Bildungsdepartements. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 26.05.2018))

Stände des Bildungsdepartements. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 26.05.2018))

Lautstark beschwert sich der jesuitische Mönch darüber, von der Luzerner Kantonsregierung aus dem eigenen Haus vertrieben worden zu sein. Napoleon habe den Stadtrat entmachtet und Luzern zu einer Gemeinde degradiert. Die Kantonsregierung – nichts anderes als eine Besatzungsmacht – habe als Sitz ein repräsentatives Gebäude verlangt. Und deshalb müsste sein Orden nun ausziehen.

Der «Mönch» ist ein Schauspieler, der am Tag des offenen Regierungsgebäudes an einer Theatertour die Geschichte desselbigen erzählt. Erbaut wurde dieses nämlich grösstenteils von den Jesuiten – noch heute führt ein Gang vom Regierungsgebäude in die benachbarte Kirche.

Auch der Machtkampf zwischen Stadt und Kanton ist heute noch manchmal spürbar. Etwa, wenn es um die Diskussionen um die Spange Nord geht. Der Stadtrat lehnt sie ab – die Kantonsregierung hält das Strassenprojekt für unumgänglich. Einzelne Besucher nutzen denn auch den Tag der offenen Tür, um ihre Bedenken direkt bei den Verantwortlichen zu deponieren.

Ein Blick in den Innenhof des Regierungsgebäudes. Bild: Roger Grütter
Besucher bestaunen den Regierungsratssaal. Bild: Roger Grütter
Die Besucher konnten einen Stadtrundgang in der Virtuellen Realität unternehmen - mit einer VR-Brille. Bild: Roger Grütter
Kantonsbaumeister Hans-Urs Baumann beim Austausch mit der Bevölkerung. Bild: Roger Grütter
Kantonsbaumeister Hans-Urs Baumann beim Austausch mit einem interessierten Bürger. Bild: Roger Grütter
Einblick in die Gänge des Luzerner Regierungsgebäudes. Bild: Roger Grütter
Interessierte Besucher lesen die Infotafeln. Bild: Roger Grütter
Bei der Feuerwehr Luzern konnte man in die Höhe steigen. Bild: Roger Grütter
Auch für die Kleinen gab es Gelegenheiten zum Austoben. Bild: Roger Grütter
Die Polizeihundeführer des Luzerner Korps führten stündlich eine Show mit ihren Spürhunden vor. Bild: Roger Grütter
Der Polizeispürhund erschnüffelt Drogen. Bild: Roger Grütter
11 Bilder

Tag des offenen Regierungsgebäudes in Luzern

Regierung will das Vertrauen wiedergewinnen

Im Regierungsratssaal – welcher der Bevölkerung sonst nicht zugänglich ist – empfangen die Regierungsräte abwechselnd jeweils eine Stunde lang die Interessierten. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann etwa hat bei dieser Gelegenheit kritische Fragen zur Steuerstrategie, zur finanziellen Lage des Kantons, zum Wettbewerb zwischen den Kantonen und zum Personalbestand zu beantworten. Das war auch das erklärte Ziel der Informationsoffensive. Dieses hatte Regierungspräsident Guido Graf folgendermassen umschrieben: Man wolle erklären, zuhören, Ideen aufnehmen und Vertrauen schaffen. Erklärt und zugehört wurde jedenfalls – ob auch Letzteres gelingt, wird sich weisen.

Spürbar ist, dass die Mitarbeiter des Kantons mit grossem Engagement bei der Arbeit sind. Sie alle sind freiwillig am Tag des offenen Regierungsgebäudes dabei und geben der Bevölkerung einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Die Departemente haben keinen Aufwand gescheut: Die Dienststelle Informatik etwa gewährt mit einer 3-D-Brille Einblick in das Rechenzentrum – was geradezu futuristisch anmutet. Die Hundestaffel der Luzerner Polizei demonstriert das beeindruckende Geschick ihrer Tiere an mehreren Vorführungen.

Die Feuerwehr bietet zudem Gross und Klein die Gelegenheit, sich einmal in einem Drehleiterkorb des Tanklöschfahrzeugs einen Überblick über das Festgelände zu verschaffen. Rund 3700 Besucher hat dieses über den Tag verteilt angelockt, wie die Staatskanzlei mitteilt. Ausgelegt war der Anlass auf gegen 1500 Besucher.

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