Einige nächtigen draussen - trotz Kälte

Die klirrende Kälte macht den Obdachlosen zu schaffen. Doch in der Notschlafstellen hätte es genügend Platz.

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Ein Jugendlicher vor der Notschlafstelle in Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Ein Jugendlicher vor der Notschlafstelle in Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Weisse Weihnachten und die eisige Kälte haben auch eine Schattenseite. Insbesondere den Obdachlosen macht die Kälte zu schaffen. In der Nacht auf Montag erreichte das Thermometer in Luzern Tiefstwerte von minus 10 Grad.

Viele organisieren sich privat

Trotz dieser eisigen Kälte verzeichnete die Notschlafstelle in Luzern letzte Woche pro Nacht im Schnitt nur sieben Übernachtungen. Selbst im wärmeren Oktober war der Monatsschnitt mit 14 Übernachtungen höher. Platz hätte es notfalls für 18 Leute. Das sagt Peter Erdösi, Leiter Sozialamt Stadt Luzern und Vorstandsmitglied des Vereins Jobdach, welcher die Notschlafstelle betreut, auf Anfrage.
Ihn überraschen diese Zahlen nicht: «Über die Feiertage organisieren sich viele der Betroffenen privat», sagt Erdösi. Anscheinend sei es für die Obdachlosen einfacher, in dieser Zeit bei Freunden oder Verwandten Unterschlupf zu finden. Selbst bei einer höheren Nachfrage nach Schlafplätzen wäre die Stadt aber vorbereitet. «Das Sozialamt und der Verein Jobdach hätten einen Notfallplan in der Schublade», so Erdösi.

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.