Es geht um Datenschutz
Luzerner Polizei stolpert über Google Maps

Ein neues Programm soll die Arbeit der Luzerner Polizistinnen und Polizisten auf der Strasse erleichtern. Eingesetzt wird es im Moment aber nur im Büro – wegen Bedenken des kantonalen Datenschutzbeauftragten.

Alexander von Däniken 2 Kommentare
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Luzerner Polizisten im Einsatz. Noch müssen sie auf ein Programm verzichten, welches ihre Arbeit erleichtert.

Luzerner Polizisten im Einsatz. Noch müssen sie auf ein Programm verzichten, welches ihre Arbeit erleichtert.

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 24. Februar 2022)

Wie ist die Lage? Eine Antwort auf diese Frage ist für die Polizistinnen und Polizisten oft entscheidend. Sei es, um gezielt Patrouillen zu planen, Staus und Verkehrsüberlastungen in Echtzeit zu erkennen oder Flüchtigen den Weg abzuschneiden. Um sich ein besseres Bild zu verschaffen, hat sich die Luzerner Polizei vor etwa einem Jahr die Open-Source-Software «Integriertes Lagebild», kurz ILB, beschafft. Das ILB ist ein Projekt des neuen Lagezentrums der Luzerner Polizei, in welchem drei Mitarbeitende serielle Delikte analysieren, und bildet sämtliche lagerelevanten, planbaren Ereignisse zeitgesteuert auf einer Karte ab. Es kann am lokalen Arbeitsplatz und unterwegs mit dem Smartphone abgerufen werden.