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EINSPRACHE: Aus für die Seerose in Vitznau

«Ein Jahr haben wir darauf hingearbeitet, die Seerose in Vitznau kulturell zu nutzen. Dass wir das Projekt für 2016 begraben müssen, ist frustrierend.» In Fabio Küttels Worten schwingt Ernüchterung mit. Er ist Geschäftsführer des Vereins Muth, der in Vitznau ein Zentrum für Jugend, Musik und Theater realisieren will.
Evelyne Fischer
Die Seerose, hier beim Luzerner Inseli, wird nicht vor Vitznau ankern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Seerose, hier beim Luzerner Inseli, wird nicht vor Vitznau ankern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Eingetroffen ist jener Fall, mit dem Küttel nicht rechnen wollte, aber leider musste: Zwar bewilligte die kantonale Dienststelle Raum und Wirtschaft, die Seerose für Veranstaltungen zu nutzen. Innert 20 Tagen konnte jedoch Beschwerde beim Kantonsgericht eingereicht werden. Und dies tat ein Anstösser. «Wir suchten mit dem Betroffenen vor Ablauf der Frist das Gespräch. Doch sein Anwalt blockte ab», sagt Küttel. Weshalb sich mit dem Zweitwohnungsbesitzer keine Einigung erzielen liess, sei schwierig nachvollziehbar. «Mit dem Betriebsreglement trugen wir vielen Anliegen Rechnung.» Darin wurden etwa Bedenken zu Lärm- und Abfallemissionen aufgenommen sowie ein Parkkonzept vorgelegt. «Das Projekt scheint beim Anwohner grundlegend auf Ablehnung zu stossen. Egal, was geboten wird.»

«Notfall-Festival» in Flüelen?

Trotz dieses Rückschlags ist Küttels Elan ungebremst. «Wir prüfen nun, ob sich in Flüelen, wo die Seerose derzeit ankert, ein Notfall-Festival realisieren lässt.» Das Areal gehöre der Firma Arnold und Co. Das in der Sand- und Kiesgewinnung tätige Unternehmen habe für den Plan B «volle Unterstützung» zugesichert. Ob die Gemeinde die nötige Veranstaltungsbewilligung ausstelle, zeige sich in den nächsten Tagen. «Der erste Anlass ist für den 9. September vorgesehen. Die Zeit drängt», so Küttel. Geprüft wird ferner, ob sich das Festival im Vitznauer Pavillon durchführen liesse. Notfalls müssten die sieben Veranstaltungen – die Künstlergagen betragen jeweils 2000 bis 3000 Franken – abgesagt werden. Ein Defizit würde das Park Hotel Vitznau mit dem österreichischen Investor Peter Pühringer decken.

Für Küttel steht fest: «Wir werden weiter dafür kämpfen, die Seerose in den Sommermonaten als Badi und Veranstaltungsort für Kultur zu nutzen. Eine Plattform für die Jugend ist von öffentlichem Interesse.» Die Ankerbewilligung in Vitznau läuft bis 2018. «Wir klären nun, ob uns ein Abweisen der Beschwerde den Weg für zwei Veranstaltungsjahre ebnen würde.»

Evelyne Fischer

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