Einsprache gegen Lammschlucht-Kraftwerk

Die CKW wollen in der Lammschlucht bei Flühli ein Kraftwerk bauen. Dagegen wehren sich nun Umweltverbände.

Drucken
Teilen
In diesem Gebiet planen die CKW ihr Kraftwerk: die Lammschlucht in Flühli. (Bild: Archiv Eveline Beerkircher / Neue LZ)

In diesem Gebiet planen die CKW ihr Kraftwerk: die Lammschlucht in Flühli. (Bild: Archiv Eveline Beerkircher / Neue LZ)

WWF, Pro Natura, Aqua Viva und die Fischer wehren sich mit einer Einsprache gegen den Bau eines neues Wasserkraftwerks. Dies teilen die Umweltverbände am Mittwoch in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit.

Die Centralschweizer Kraftwerke AG (CKW) planen unterhalb von Flühli, zwischen Matzenbach und Chlusboden, das Wasser der Waldemme für die Stromproduktion zu nutzen. Das 32-Millionen-Projekt soll jährlich Strom für etwa 4‘500 Haushalte produzieren. Laut den Umweltverbänden ist dieses Bauprojekt «unverhältnismässig» und würde die Lammschlucht trockenlegen, weil die Waldemme in dunkle Stollen verschwinden würde.

«Der Wert der intakten Landschaft und der seltenen Lebensräume wird von den Kraftwerksbetreibern weitgehend ignoriert», wird Samuel Ehrenbold von Pro Natura Luzern in einer Mitteilung zitiert. Auch Fische wären vom Aussterben gefährdet. «Der natürliche Bachforellen-Bestand in der Lammschlucht ist einzigartig. Ein solcher Standort ist für ein Kraftwerk schlicht ungeeignet», sagt der lokale Fischer und Pächter der Lammschlucht Thomas Stalder.

Heute führt die Waldemme natürlicherweise während zwei Wochen im Jahr eine Mindestwassermenge von 600 Liter pro Sekunde. Mit der Wasserkraftnutzung wäre dies laut den Umweltverbänden neu während 255 Tagen im Jahr der Fall.

Derzeit betreiben die CKW im Kanton Luzern drei Kleinwasserkraftwerke: Ettisbühl in Malters (Leistung 0,9 Megawatt), Rathausen in Emmen (2,2 Megawatt) und Emmenweid in Emmenbrücke (1 Megawatt). Sie erzeugen rund 0,6 Prozent des Stromverbrauches im Kanton Luzern. Neben diesen drei werden weitere Wasserkraftwerke von Energie Wasser Luzern (ewl) und privaten Anbietern betrieben.

pd/rem