Einsprachen gegen Moorrundweg in Sörenberg abgewiesen

Gegen die Erweiterung des Erlebnisparks Mooraculum haben Umweltverbände interveniert. Die Einsprachen wurden abgelehnt. Nun haben die Verbände 20 Tage Zeit, um vor Gericht zu gehen.

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Der Erlebnispark Mooraculum in Sörenberg.

Der Erlebnispark Mooraculum in Sörenberg.

Archivbild: PD

(dlw) Für rund 350'000 Franken wollen die Bergbahnen Sörenberg den Erlebnispark Mooraculum auf der Rossweid erweitern. Dieses beinhaltet einen 1,5 Kilometer Moorrundweg mit 17 Erlebnisstationen. Die Bergbahnen wollen diese auf 21 erhöhen.

Gegen die geplante Erweiterung haben die Umweltverbände WWF, Pro Natura und Birdlife Einsprache erhoben. Sie fürchteten durch den Ausbau des Mooraculums eine Beeinträchtigung des «hochsensiblen Lebensraumes Moor».

Eingriff in die Natur sei zu verantworten

Die Einsprachen wurden nun abgewiesen, wie der Regionalradiosender «Neo 1» am Mittwoch berichtete. Demnach haben sowohl die Gemeinde Flühli als auch der Kanton Luzern die Einsprachen abgelehnt. Laut des Berichts argumentieren Kanton und Gemeinde, der Moorrundweg sei ein «wichtiges, ergänzendes Sommerangebot für die Region und eine weitere Variante, um die Bevölkerung über die Moorlandschaft zu informieren». Der Gemeindeammann von Flühli, Hans Lipp, wird mit der Aussage zitiert, dass die Moorlandschaft zwar unbestritten ein sensibles Schutzgebiet sei, der geplante Eingriff in der Natur aber nicht so gross und zu verantworten sei.

Die Einsprecher würden nun über den Entscheid informiert, heisst es im Bericht weiter. Danach haben die Umweltverbände 20 Tage Zeit, um gegen diesen Beschwerde beim Gericht einzureichen. Verzichten die Einsprecher darauf, würde die Baubewilligung für die Erweiterung des Mooraculums Mitte August rechtskräftig werden und die Bauarbeiten könnten beginnen.

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